Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Ein Wort über die Mandelkern'sche Concordanz
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 532 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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082 Ein "Wort über die Maridelkem’sche Coneordanz. Schlesien1) thätig. In Guttontag gewann er unter der Anleitung eines in diesem Bereich wohl unterrichteten Mannes gründliche und gediegene* Kenntnisse* in der hebräischen Grammatik und Stilistik und eine an den besten Mustern der Measfim-Sehulc geübte Gewandtheit im hebräischen Ausdruck״). Im Eebrigen waren Hunger, Schulden, Noth und Elend seine ständigem Hausgenossen in allen diesen Jahren. Sein Trost in dieser schweren Zeit war die regelmässige. Arbeit an seiner Coneordanz. Der Zwang zu peinlicher Aufmerksamkeit, den diese etwas einförmige Beschäftigung ihrer Natur nach mit sich bringt, war ihm, wie. er versichert, ein wahrer Sorgenbrecher. Da ereilte ihn in seinem weitfernen Winkel, als seine Arbeit gerade dem Abschluss nahe war. die Nachricht, dass Julius Fürst in seiner neuen Bearbeitung des Buxtorf sehen Buches bereits sämmtliche Lücken tadellos ausgefüllt habe3). Es ist ergreifend, die Aeusscrungen seiner Verzwcifelung darüber, dass nun alle Mühe und Sorgtalt vergebens aufgewendet sei, zu lesen. Erst nach langem Mühen und Sparen gelang es ihm, die Mittel zu einer Beist‘ nach Breslau aufzubringen und sieh hier in das neue Buch tunen Einblick zu vorseitaffen, der ihn übrigens schnell beiehrUu dass die־ Arbeit seines Lebens keineswegs durch Fürst’* Leistung entbehrlich gemacht worden sei. Einen. Verleger für sein Buch zu finden, ist ihm bekanntlich nicht gelungen, lieber sein späteres Leben hat sich nur ermitteln lassen, dass er Jahre lang in Ostrowu Unterricht ortheilt und einem kleinen Buchhandel betrieben hat. Das Letzte mir bekannt gewordene Leb,;iszeichen von ihm ist ein dem sei. Direetor Frankel im Jahr« 1860 zu Purim gewidmetes Gedieht, welches die Bibliothek des jüdisch-theologischen SeminarsÄ) aufbewahrfc. Bei der Prüfung seiner Arbeit, lad der ich nach aut di(־ prononu.ua porsoimlia und die .Partikel ]£ beschränkte, habe ich zwar im Coueept mehrere, in der iäoinschrift aber keinen einzigen Fehler gefunden. Eine llutersucliung über die etwaige Lückenhaftigkeit seiner Angaben habe ich selbstverständlich überhaupt nicht angestellt. Die Vergleich 1mg. mit; der Maiidel kern'sehen Concordanz aber führte •mich zu folgendem Ergebnis*: Bei Mandelkern A) Titelblätter der Lein schritt. 2> Brief an Bender a. a. 0. :י> Einl. zur Reinschrift. ־*) Es ist ein BestandtheiL der Nr. 8471.'