Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 11 · p. Seite 505

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 11
Article
Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
Date
1898-01-01
Page
Seite 505 (sequence 25)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829713-2829725-2881603--28922-2881643
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Ein!)olemischor Ausspruch ׳lose b. Chaiaftha’s. 505 idealen .׳armen (Ideen) und diesen wieder die irdischem Gattungsbegrille (denen bleibendes!Sein zukommt). b) Gott, der erkennende, ist eins mit dein Erkannten, weshalb die Philosophen (Arisfcot. Metaph. XII, 9 u. AA) sagen, Gott denke sich selbst (Vgl. oben S. 62 u. Al daselbst). Nicht so ist die Erkenntniss der irdischen Geschöpfe; bei ihnen •ist Erkenntniss und Erkanntes nicht eines, und zwar wegen der Körpersubstanz (welche in ihrer Erscheinung am Einzelwesen entsteht und vergeht, also Objekt des auf das Ewige und Unvergängliche allein gerichteten götth Wissens nicht worden kann). Wenn also Gott 2. Mos. 33, 12 zu Mosch sagt ירעהיך בשם ,Ach habe dich namentlich, d h. individuell, erkannt, so bedeutet dies zwar eine Erkenntniss dos Einzelnen nur als Restandthoil des Ganzen, das allein der Konntniss Gottes unterliegt (ob. S. 62 lf.), aber auch so bekundet der Ausspruch, dass Moses sich zum Range, zur Allgemeinheit der Weltseeie erhoben hatte und Gott deshalb zu ihm in nähere Beziehung getreten war (ob. IS. 63) u. er hierdurch über die Gesetze der Natur hinausgehoben ward und Gott durch ihn Zeichen und Wunder geschehen iiess (oh. S 110. 160). (Fortsetzung Eli pslsmis®! Äiasspacii Jes0 11. CMaftk Vom W. Bacher. Die feinsinnigen Ausführungen Guttmanns — oben, S. 289 •305, 337—345 — haben es fast zur Evidenz klargestellt, dass an zwei Steilen der Misch na (Sanhcdrin N, l und• Aboth III, 11) die Judenchristen als diejenigen zu verstehen sind, von denen gesagt wird, dass sie keinen Antlieil an der zukünftigen Welt haben. Es giebt noch einen tannaitischen Ausspruch, den man ebenfalls am besten so vorsteht, wenn die in demselben genannten und mit dem Aus- Schluss aus der zukünftigen Welt bedrohten Kategorien als judcnchristliche Sektirer (oder מינים) verstanden werden. Der Ausspruch findet sieh in Dcreeh Erez rabbu (c. 11) und lautet: ר יוסי אומר הנוהן אה הקץ אץ לו הלק לעולם הבא והשונא חכמים יהלמידיהם ונביא השקר ומספר לשין הרע אין לו חלק לעילם הבא. Was die erste der hier genannten, vier Kategorien betrifft, so kann, die Bedeutung dos sonst nicht vorkommenden

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.