Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 445 (sequence 2)
- Language
- German
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Dio l?oii״ionsphilos0|)hie Abraham Ilm Ksra\s. 445 1. Mos, 1, 5 indem er wagt: ויש ס*ד לדרש שיהא אלפי. Wahr- .scheinlieh meint er, dass die. sieben Planeten ebenso eine Periode der Erneuerung nach sieben Jahrtausenden bewirken, wie nach sieben Tagen (S. :!07), Monatin (S. •!07) 11. Jahren 05308 ״) und der Weltensabbat, genauer der Erdsabbat nach Analogie des Tagessabbats und Jahressabbats angenonnnen wird. — ln der Thal sagt IE, zu ישב" דזארץ שב'״. ליי, 3. .Mos. 25, 2: וטעם שבה ליי בי,ם השבה, והוד יניי עולם רכהז בטקוס הזר•. Er will sagen, wenn הארץ hier nicht nur in der Bedeutung ״Land“ genommen wird, wie der schlichte Sinn besagt, und auf Palästina geht, sondern wenn man hier noch einen verborgenen Sinn :»!gedeutet linden will, so nehme man הארץ im Sinne von Erde, und die Schriftstelle besagt alsdann: die Erde soll gleichfalls einen Sabbat; ihrem Schöpfer feiern, und zwar nach einem entsprechenden Zeiträume, nicht nach Jahren, sondern naeh Jahrtausenden, da nach der Agadah tausend Jahre, vor Gott einem Tage gleich gelten (Sanli. 97b. im Anschluss an Ps. 90, 4) und die sechs Tage der Schöpfung mit dom Sabbattago am Schlüsse sich agadisch als sechs Jahrtausende des Weltheslandes und als siebentes Jahrtausend der Weltruhr au Hassen lassen. Int (Ganzen also lehrt IE nicht einen Imtergang (lei* suhlunarisohon Welt, sondern um• einen periodisch wiederkehronden Entwiekelungsgaug dos den Krdkörper in grossen! Mass stabe trelfmiden Verlaufes von Worden und Vorgehen. Ein Weitende (nach dem ,Muster der Pirko R. Elieser 51 und danach Sehemot rahha zu החרש הזה לכם) lehrt also Abraliani LE nicht. Es widerstreitet ihm also auch nicht dio Lehre des Maimonidcs (Mond! II, 27.29), der ein Weitende, nicht zugiebt. III. Me Anthropologie. Wir geben zuerst, die anthropologischen Lehren iE\s und dann die mehr im exegetischen Interesse gegebenem Erklärungenbiblischer Stollen, hei denen anthropologische Fragen in Betracht kommen. 1, Anthropologische Lehren I E’s. Der Mensch ist nach IE zwar nicht mit haadia, für das vollkommenste allen’ Geschöpfe Gottes zu halten und etwa gar höher zu stellen als die Engel. Dieser anthropozentrischen Ansicht Saadia’s tritt IE, wie wir (oben S. 28) gesehen haben, wiederholentlieh und mitgrossem Nachdrucke, entgegen.