Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 430 (sequence 1)
- Language
- German
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430 Besprechungen. Glossen nicht■ vom Gaon herriihven. Die echten von seiner Hand ge- 8chrieb»־nen worden in meinem Werke oitirt und besprochen“. Hotterdam. Dr. B, Kitter. 1) Dr. B>. Herzog, Maimonides’ Commentar /um Traetat Peah. Arabischer Text mit hebräischer Uebersetzung und Anmerkungen. Berlin, 1894, 8. Calvary et Co.. 48 u. 48 88., 8. 2) Dr. J. Wiener, Alaiimmides’ Comtu. /. Tr. Aboda zara. Am!». Text mit hebr. Uebcrs. u. Aurnro. Berlin, 1895, 8. Calvary et Co., 21 u. 43 88. 8. 8> Dr. J. Fromer, Maiiuouides’ Comni. z. Tr. Middoth, Ami». Text mit hehr. Hebers, Amum. und Zeichnungen nach dom arab. Original, J. Kaulfmaun, Frankfurt a. M. 1898. 15 und 30 88.. 8.1) Herzog lag bloss die Berliner Handschrift■ ()1*. «!u. 5C(> vor, währen(] er über die in seiner Abschrift fehlerhaften Stellen durch Xenbauers Vergleichung der drei Oxtbnler llss, Auskunft erhielt. Wiener heiiuf/te den Berliner Codex Als. or. qii, 509 und liess seine Kopie «lurch Lambert mit. dem Cod. Ms. or. <|11. 579 der Pariser National bibiiotlmk coLLationiivn. Fromers Kditiou liegen Cod. Ms. or. (jii. 571() der kgl. Bibliothek zu Berlin und Cod. Als. or. qu. 579 der Pariser Xatiosialbibliothek zu Grunde. Während Herzog die hehr. Uebersetzung nach dem arab. Original verbesserte, hielten es Wiener und Fromer für richtiger, den alten hehr. Text stehen zu lassen und die nach dem Ms. erforderlichen Bericht■!- guugtut desselben in Fussnoten anzugebeii. .Sonst sind die drei Kditiou*•!! in gleicher Weise angelegt, indem sie aus einem deutschen Theil (Fiuleitung 11. Anmerkungen) und einem hehr, (auf den dem Berliner Codex entnommenen Mischnatext folgt rechts der arab. Connnenrar und links di»‘ hebr. Uebersetzung) bestehen. Abgesehen von der hohen Bedeutung der Veröffentlichung des uns solange unbekannt gebliebenen Urtextes dos Maimunisehen MischimcommeiitarH für die Forschung auf dem weitverzweigten Gebiete der aral>.!Sprache, indem sich uns hier »•in»‘ Fülle von bis jetzt, unbekannten oder nur wenig!»*‘kannten arabischen Voeaheln, Wertformen und Cotistrurt ionen nufthut, ist di*» Kditiou dieses WerkeN auch für die jüdische Wissenschaft von nicht zu unterschätzendem Werthe. Wimmeln doch selbst di»» bessern Ueborsetzmigeii dieses (1omiueatars von Fotderu, so dass durch sie vit.de Krkläruugen des Aiaiuioniues einfach »mt.stollt sind und einander widersprechen. Diese Fehler und scheinbaren Widerapriiehe werden aber durch die Vorgleichung des arab. Originals sehr häufig beseitigt.. Auch ist die Wiod»*rg!1be des im BerUner Codex enthalte mm Mdschnatextes von Wichtigkeit für die Herstellung einer richtigen Alisclmarceension ־). 111 dm* That werden auch durch di*‘ uns hier vorliegenden drei Arbeiten einerseits' viele Fehl»‘!• der hebr. Uebersetzung verbessert und l) Ausser den uns hier vorliegenden drei Arbeiten, die sämmilieh Inauguraldissertationen sind, wurden aus dom Muiniunischen Miselinn• conuiientar bereits früher wriUVoutlicht: Makkoth von Barth, Tohoroth v. Derenbourg, Abothv. Banetli. Kusch ha-Scliana v. Friedlündor, Berachoth v. Weill, Detmu v. Zivi, Kilajim von S. Hamburger, 8auhedri11 (L —III) v. Weisz, Chullin (HI—־IV) v. Wohl und Challab v. Bamborg»‘r. Bearbeitet, aber noch ungedruckt sind Bo/ah v. Kroner und Tamid von dem Unter* zeichneten. Bio letzten acht Arbeiten sind Inauguraldissertationen. *) Vor gl. Straak’s Besprechung d**1• oben genannton Edition Dcmai im Literarischen Centralblatt, dahrg. 1891, p, 1580—8L.