Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Zur Geschichte der Familie Dreyfuss
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 426 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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426 Zur Geschichte der Familie Dreyfuss. Rabbiner in Thiengen gewesen ist1). Auch passt auf ihn weder der Biieherreiciithum noch die Schuldennotli. In Stiihlingen am Wohnsitze Maharam’s war damals Chajjim b. Abraham Lehrer und, da er dem Rabbinate R. Mathatia’s als Beisitzer zugezogen wird, wohl auch Rabhinatsvenveser der Gemeinde־) Der Namensträger des Maharani Dreyluss wurde sein Enkel, der Sohn seines 16D2 mit seinem .Bruder Eisik ui Stiihlingen ermordeten Sohnes Naftali Hirsch:i), Der Vorname Maharani, den wir in der Familie Weil-Dreyfuss forterben sehen, ist das Erbe eines grossen Almen, des an der Spitze der langen. Geschlecht,sreihe stehenden) R. Me’fr von Rothenbürg. Wie ein Adelspnidicat wurde als Zeichen der Zugehorigkeit zu seinem Hause jedem Knaben der Familie, der MeYr benannt wurde, der Ehrenname des Ahnherrn, die Ab- Kürzung seiner Titel, das Insiegel Maharani ן) als Geleit mm 1e verliehen. Der jüngste Mahnrum Weil, in dem zugleich der Name des Salmes E. Jakob Wells, des Rabbiners von IJlm autlebte, wurde ais Mann im Gegensätze zu seinem Gross״ vnter, der als Maharani Stiihlingen nach seinem schweizerischen Wohnorte bekannt wurde, Maharani Einlingen genannt. Hier kam er als Vorsteher und angesehenster Vertreter der schweizerischen Judenscliaft zu Ruhm und weithin gekanntem Namen. Mit dieser Ehrenbezeiolmung erscheint er in dem Wormser Seelengedächtnisse seiner offenbar in der ersten Jugendblüthe in der Nacht auf den 11. October 1688 verstorbenen Tochter Kel, wohl Aurelia oder Reaiina*'׳). Er selber scheint ebenso, *) 8. seine An Trage in den Responsen *חוט השג No. 80. ־’) b>• Ü Dieser Name erinnert an R. Ephraim Naftali Hirsch, den Rabbiner von Wladimir in Wolhynien, den Abkömmling R. Jakob Weils und Stammvator des berühmten Geschlechtes, dem Männer wie JÜ. lleschel von Krakau und seine Söhne und Enkel entstammten, vgl. Löwenstein p. 4, No. •ö. 42, Fe in stein 189 ,עיר ההרה f. Landshuth תולדות אגשי השם p. (>9 und Oh. N. Rembitzer כריית יופי IL f. Ö9 b. 4) Rer Ursprung dieses Vornamens gerieth so völlig in Vergessenheit, dass die Aussprache und Rechtschreibung immer mehr in die Formen Harem und Meirein überging. Im grünen Buche von Worms findet sieh die Eintragung: ב' ט' סיו; [תק׳״ט] נפטר וגקבי־ נזאה־׳ים אופגדדים וחשרו״י ושד״ח V. Die gleiche Quelle verriith die Namensform Marumäus, die wir z. B bei dem Reohtsconsuienten "’Marumäus Samuel Mayer, nachmals als Christ ordentlichen Professor des ■Rechts in Tübingen, in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts finden, s. Max Kaulla, Beiträge zur Geschichte der Judenemancipation in Württemberg p. l()f. 21 ,111 קובץ על יד (ג und meine Ergänzung des Datums in הפי המרואיס ii>. IX, 19. lieber Endingen und Lengenau vgl auch 8cheid in Revue des etttdes juives XIIff B2 f.