Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Zur Geschichte der Familie Dreyfuss
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 425 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829713-2829723-2881471--28827-2881521- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Zur Geschichte der Familie Rreyfus.s. 42r> gefallen ist1), im siebenten Glü*de führt der Begründer der badischen. und schweizerischen Familien Weil-Drcyfuss seine Abstammung zurück, il. Maltaram Weil Stiihlingen, de!' gewohnlich, wie wir es an seinen Nachkommen sehen, Maharani DreylUHM genannt worden sein wird, Wir keimen kein Ihitum, dun uns genau Zeit mal Ihuier seines Lehens ollenharle, Nur die Utdierliel'erung ihn׳ Fnmilie huf ihm Zug i’estgelmlten, dass er auf der Talmudsclmie R. Mehr h. Gedalju'n, des Maharam Lublin, der Liebling seines Meisters geworden sein soll2 *). Ohne näheren Anhaltspunkt, auf die Wende des 1(3. Jahrhunderts angewiesen, da R. MeTr bereits 163(> aus dem Leben scheidet;lj, vermögen wir auch damit nichts Bestimmtes über Mose Men־ Weil, den Sohn Samuel Uri Scliraga’s aus Burgau4 *־) auszusagen. In Stiihlingen im badischen Oberlande angesiedelt, ward er der Woblthäter der kleinen jüdischen Niederlassungen in seiner badischen und schweizerischen Umgegend und der Gründer des Gottesh aus es von Stiihlingen, von dessen verschwenderisch opferwilligem Baue der Zug im Gedächtnisse der Nachfahren haften geblieben war, dass zur Bindung■ des Mörtels statt Wassers Rotlnvein verwendet worden sein soll'1). Wenn ich richtig vermuthe, muss aber Maharani Weil-Dreyfuss vor dem Jahre BibJ, bei der Unbestimmtheit der Angabe in der Quelle vielleicht selbst einige Jahre vor diesem Zeitpunkte, verstorben sein. Am 7. März l(kVJ schreibt nemlich Johann Georg Hurter von Schaff hausen an Johannes Buxtorf den Aelteren <׳), es sei vor nicht langer Zeit ein berühmter Jude zu Sfcühllngen verstorben, der sich der Pflege der jüdischen Litteratur besonders hingegeben habe, dessen Bibliothek nunmehr aber zum Verkauf kommen müsse, da die Wittwe die P erderungen der Gläubiger zu decken gezwungen sei. R. Mathatia b. Adonijja Israel 1 7Seeד), der Schüler .R, Samson Bacharach’s von Worms und sein Correspondent, kann dieser Gelehrte nicht gewesen sein8). Wir wissen, dass er Ende 165J ל Löwe-nstem a. a. 0־. p. 5 und 42. ל Ib. p. 5, No. 2 und 42. ־'b f. M. Zunz עיר הציק, p. 40. 4) Lö wen stein a. a. 0. p. 42. ל Ib. ל Ivayserling in REJ VIII, 77: mortuus nu]»er est Stulingae: Iudaeu.s' insSgüis etc. 7) Vg־l. Zunz in Erscli und Grubor’.s Kncyolopädie II, -8. p. 50, No. 08 und meine Bemerkung über םז<א• Revue XX. 80*1 ל Dies nimmt Kayserling an Revue X.\i, HL8.