Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 8
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 381 (sequence 1)
- Language
- German
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Besprechungen. 381 ISSpTQCtoip!, דקדוקי סיפרים Vaviao Lectiones. in Mischnam et in Talmud Babylonicum auctore Rap ha010 Rabbi novicz, opus auctoris morte infcerruptum ad finem pcrdux.it Henri cus Ehren treu, Pars XVI Traet. Ciiulin (!) Prezemysi 1807. (4) + 207 -{- (1) BL Im ,fahre 1867 erschien der erste Band der דקדוקי סופרים von Raphael Rubbinovicz. Rabbi Isak Elchanan Spector, R. Josef Saul Nathansohn, R. Jakob Ettlingor. R. Kalomon Kinder u. R. Abr. Sam. Bonj. Sofor, die grössten damaligen Talnnid-Autoritäten Europas. gaben dein Werke ungewöhnli0)1 warme Begleitschreiben mit auf seinen Weg, den es sieghaft untrafc und( ununterbrochen fortsotzte, bis ein jäher Tod deu lioehgonihmten Vorfassor inmitten der Riesenarbeit der Wissenschaft allzufrüh entriss (29, November 1888 zu Kiew). Eben war Ttabb. mit der Drucklegung des Traet. Chullin beschäftigt, als ihm die rastlose Feder entfiel. Dem ernsten Forscher ist dieses ״Standard work“ der Talmudlitteratur ein treuer und verlässlicher Begleiter geworden. Die scharfsinnige, troffsichere Textkritik R/s, die alle Ergebnisse aus der Vergleichung handschriftlieber und im Druck erschienener Talmudexe’mplare lückenlos biotot und durch Heran Ziehung cler berühmtesten Oommentaro erläutert und ergänzt, hat inzwischen dem Halachistun sowie auch dem Kritiker und Methodologen grosse Dienste geleistet. Die Dikduke Soforim sind zu einem fast unentbehrlichen Berather und Rabbinovicz, dessen rührende Bescheidenheit jeder, der ihn kannte, bewundern musste, ein berühmter Mann geworden. Sein Werk bedarf des Lobredners nicht. Der ״Veroin zur Forderung jüdischer Wissenschaft (אהל יעקב)“ München hat sich ein grosses Verdienst um die Wissenschaft erworben, dadurch, dass er es unternahm den handschriftliehen Nachlass R.’s horauszugebon und ergänzen zu lassen. Er begann dieses, gleichzeitig mit einer edlen und menschenfreundlichen Timt, vorbundene, Dntornehmon durch Drucklegung des, von dom Autor als Bruchstück zurückgelasseneuj Tractats Chullin. Herr Rabbiner Khrentreu in München wurde mit der Aufgabe betraut. Leicht war es nicht, nach R,abbin. an die Arbeit zu gehen. Ehrentreu hat die Aufgabe in Ehren und treu gelöst. Ausser den von R. benützten Mss. und Drucken, als da sind: Mss Hamburg; Romabc; Petersburg, deren Charakter in verschiedenen Theiien des grossen Werks ausführlich besprochen sind; ed. prine. Chullin Soncino; Ms. Raschi Chullin; — stand Ehr. ein Exemplar unseres Traotates zur Verfügung jnit Notizen R. Loob Berlin’s aus dem Besitze der Erbon desselben zu Fürth. Wie Herr Ehr. in der Einleitung bemerkt, folgt^ er streng der Vorschrift und dem Beispiele R.'s. Seine eigene Arbeit ist der kürzero Theii des Bandes von Blattseite 127 bis 208. Im Namen der Talmud- Wissenschaft sei H. Rabb. Ehrontrou und den Leitern des erwähnten Voreines herzlicher Dank abgestattet. Dem, von R. iierrührendon,!heile des Traotates hatte E. wenig boizufügon. Auch die kritischen Notizen waren fast vollkommen erhalten. Nachdem die Kritik genügend Gelegenheit gehabt hat, durch eine Reiho von Jahren R/s Arbeiten zu prüfen und sicli von der fast unfehlbaren Zielsicherheit dieses Forschers zu überzeugen, ist es nicht erst nötig ein Gleiches auch hier zu betonen. lull eilaube mir daher im Einzelnen einige wenige Bemerkungen zu machen, indem iah mich lediglich auf don, H. Ehrontrou alioin angehörondon, Thoil dor Arbeit beschränke.