Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 8
- Article
- R. Abraham Darschan von Wien und die Familie Helen
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 366 (sequence 1)
- Language
- German
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366 K• Abraham Darschan you Wien und die Familie Holen. R. Die Legemio der Stammbaumdichter, die \l, Muse Jakob llelen, den IVutsehen, und R. Cliajjim von Opatow, den 1* *01011, zu Brüdern machen und ■so die erst am Anfang dos achtzehnten Jahrhunderts zur Gemeinde Wien in Beziehung stehende mu den Midrasch Rabba verdiente Familie Helen bereits im Beginne des siebzehnten mit dem Rabbiner von Wien in verwandtschaftliche Verbindung bringen, hat Josef Golien-Zedek in seiner neuesten genealogischen Studie1) mit kritischem Scharfblick und sicherer Hand zertrümmert. Jakoh Mose Gelen, der Midrascheommcntatov. musste ein Alter von weit über hundert Jahren erreicht haben, wenn er wirklich der Bruder des am 1;"), September 16*23 als Rahbiner von Wien verstorbenen Cliajjim oder Abraham Chajjim von Opatow, d. i.. wie (Johcn-Zedck nach einer noch durchaus der Sicherung bedürftigen Vermut Innig unuimint, Olmjjim 11, Abraham Roihik, des Knkels des berühmten 11, Jakob!*ollnk, gewesen sein sollte, Denn es wird wohl kurz inteh dem Jahre 1700 gewesen sein, dass 11. Jakob Mose mit R. Saadja Jesaja .Katzenellenbogen auf dm* Flucht vor den Kriegswirren in Rolen zu Frankfurt an der Oilrr zusammentraf־'), während er der Sage der Stammhiiume und der Berechnung Cohen־ Zedeks nach vor dmn Jahre 1081/2 hätte geboren sein müssen. Gänzlich vermag /jedoch auch unser Kritiker׳ nicht, von der als Fabel erkannten Angabt», sich los zu machen. Die Beziehung der beiden Faniilienhäuptcr wird gleichsam durch ein Hinterpförtchen wieder hineingclassen. War auch R. Jakob Mose nicht der Bruder des nach dem Zeugnisse seines Grabsteins so ausserordentlichen Rabbiners von Wien 3), so דוד ישרים (י p. 1*2 ff. in;הגר L, ed. S. A. Horodezky. *ידי משה ל zu Hamid bar r. s. 14. י) Cohüii-Zedoks Diorthose dieser Grabschrift ib. p. 4 ist aus der Handschrift der Wiener Ehitaphion von S. G. Stern noch, zu ergänzen. So ist הרבה השלום und statt dos sinnlosen סימן על גצחת חייגו zu lesen: חייתו. Von der aus 1(> Kehngliedern bestehenden Inschrift, die zu Füssen steht, fehlen die drei letzten, so dass die berichtigte Grabschrift die folgende Gestalt zeigt: ¥01 * dis 1? ramüte Von Prof. Dr. David Kaufmann.