Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Eine Medaille auf R. Elieser b. Samuel Schmelka
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 329 (sequence 2)
- Language
- German
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Eine Medaille auf Ih Elieser b. Samuel Sclimelka.;529 AVriss ich kaum 30 Rildnissc, Kupferstiche und Ci<* 1 n;i 1 cl0׳ dieser A1*t anzugeben. Uottloh seit 20 Jahren ist in diesem 1* arlu‘ nicht mehr über Mangel zu klaren", so tri 111 dieses in noch höherem Masse bei den aut Pabbiner geschlagenen Medaillen zu. Denn während aus‘dem 19. Jahrhundert eine, ganze Anzahl solcher Stücke variieren (Salonion Hirsche! 1842, Isaac Bernavs 1840, Imdwig Philippson 1855, Henri Loci) 1859, J. N. Mannheimer 1805, E, A. Astruc 1880, *Ahr. Alex, Wollf 1888 und Ad. Jelliuek 1898), so liegt aus früheren Jahrhunderten nur Eine Medaille dieser Art vor1), die im Jahre 1735 in Amsterdam zu Kimm des nach dort als Rabbiner der deutschen (Jemeinde berufenen h\ Elieser b. ►Samuel Sehmolka geschlagen wurde. Erregte doch — worauf mich Herr Prof. 1)1\ Kaufmann tVeundlichst aufmerksam machte •— die Thatsaehc, dass ein so frommer Mann, wie R. Elieser die Zustimmung* dazu gegeben haben sollte, dass sein Konterfei in llautrelief ausgeführt wurde, den Unwillen R. Jacob Emdeu’s, dessen Vater' R. Zebi Aschkenasi seinen Verehrern in London nicht einmal dir Anfertigung seines Hildes durch einen Maler gestatten wollte, ho dass der Künstler verstohlen seine Züge auffangeu musst(‘ ( Response!» i, No. L70), Ist so das Vorhandensein diesen• Medaille an und für sieh schon, bei den damals allgemein herrschender! religiösen Anschaumigen, wunderbar genug, so bieten die Inschriften derselben noch mehr des Räthselliaftcn. Die Schau Seite des Stückes zeigt das ]»rustbild R. Elieser’s fast en face, das Haupt mit Vollbart und lockigem Haar, mit der hohen Pelzmütze, iui Talar und Halskrause, die rechte Hand auf einem;abgeschlagenen Ruche liegend.’ Die Umschrift lautet: מרזור״ר אל עזר בן סדזור״ר "טמואל א::״ד דק״׳ק יאר:, Die Rückseite zeigt in 12 Zeilen, von denen die. 5. bis 9. durch einen Strich in zwei Hälften getheilt ist, die Inschrift: J) Wenn Kayserling iu snnem ״Mcnasso ben Israel“ (Jalirb. f. d. «losch. d. Juden II, 8. 120) bericlirct, *hiss Manasse ״.sein 13iHl 11 iss iu Erz mit dom Embleme Hnes wandernden Thuines und eines Lichtes und mit der Inschrift גי די־גרי דברך“ an Abraham von Frankenberg sandte. so ist hierbei sicher nicht an 01110 Medaille oder Phwjuetto zu denken, da .Menasse in dom lateinischen Peglcitsoliroiben (s. Anmerkung das.) sich auadrückt: ״effigieui meani ncri incisam misissem“, woruntor nur ein Kupferstich und zwar ־־״ der IKsehreihung nach — das schöne vom Saiom Italia gestochene Portrait Menasse’s verstanden werden kann.