Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 7
- Article
- R. Chajjim Jona Theonim-Fränkel
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 325 (sequence 4)
- Language
- German
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h\ Chajjim Jona Thoomim-Friinkol. 325 oben auf der ]Mergle!me, über all’ die Gräber auf dem steilen Abhänge hervorragend, nahe <10111 hereinldickemUm Waldesrund, stellt noch heute her Grabstein, dessen sehliehte Inschrift mein* nooh durch ihr Schweigen «als durch ihre Worte eine gar ergreifende Sprache redet.‘. Sara ist nicht die einzage ihres Geschlechtes, die hier in der fremden Erde ruht. Kaum zehn «Jahre sollten ins .Land gehen, und die Grabstelle zu ihrer Kochten nahm eine andere Sara, die Schwägerin ihres .Bruders, die Tochter Samson Wertheimers, die am 17, Juli 1724־ zu Eger verstorbene Gattin 11, Mose Kanus aus Frankfurt am Alain, in jungen Jahren zur ewigen .Ruhe auf1). So ruhen die in der Bliithe des .Gebems dahingorultlon Töchter R. .David Oppenheims und R. Samson Wertheimers, der zwei führenden Männer und leuchtendsten Namen in deutschen Landen, vom Schicksale aus glänzender Lebens- Stellung gerissen und aus verschiedenen!/ändern liier zusammengebraeht, in der Stille des böhmischen Badeorts nachbarlich bei einander. Aber die Tochter Samson Wertheimers scheint die glücklichere von den zweien gewesen zu sein. Die Einsilbigkeit, mit der die Inschrift des Gatten gedenkt, in dessen knappem Namen Niemand, der nicht sonst von dieser Verbindung wusste, seinen berühmten Träger erkennen würde, verrat!! eine Kühle und Entfremdung R. David Oppenheims gegen den Schwiegersohm .Dazu stimmt auch die von Jo. dir. Wolf erhaltene Nachricht von dem Proces.se, den gegen li. Chajjim Jona wegen des Erbes der ihm so früh t3ntrissenen Gattin ihr!‘. Familie geführt haben soll'2). Der schlichte, noch völlig unversehrt neben dem zertrümmerten Prachttlenkmal der Tochter Wertheimers ragende Grabstein trägt die folgende Inschrift: פה א׳ t^׳» i* L. JL כזר" שר" ב""« "גא ין המפורסם נלוהרר רוך איפגהיים א׳ב׳ד׳ יר״כי' יק״לן פראג והמרינה אש". ה״ה J) Ib. 5(1 .ט. N0. 2. ף Bibl. Hebraeu III, 921 .No1823 ׳b. ־Wolf’s Quelle ist ein Brief Berl Natlian’s aus Krotoschin, des Neffen Sabbatai Bassista’s (Ib. 1329 0 an Unger in Herrenlaurschitz.־