Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2829132-2829713-2829719-2881187--28579-2881238- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland. 2B l wiederum wusste nichts Pessercs zu ilmn, als das ״״־״ze A kteiunateria I nach Dresden zu senden mul der LVgjeruug; die Entscheidung־ zu ülmrlasse.ii (f>. < >kt.) Unterdessen svai’ die M irhaelismesse herangekominen und mit ihr erschien «־inch wirklich wieder Moses Sjunue] Schotten in Leipzig► l)ic Druckerei in Amsterdam hatm mmdicli ruhig־ ihre Arbeit fortgesetzt. und im Laute des Jahrrs J 71;) das Seder Seraini und den '1 Yaktal Sahhatli ferriggestelU!); cs galt also jetzt, diese Exemplare im die Pränumeranten und sonstige Käufer zu vertreihen Eiligst rielilete. (nütsehulek wieder ein Schutzgesiieh an die Leipziger Lchorde und legte zu hesserer Wirkling den Erlass des preussischeu Herrschers an (len kaiserlichen Residenten in Erunkiurt hei Ahcr cs ging ihm auch diesmal wieder nicht nach Wunsch. Da die Entscheidung aus Drmsden noch nicht, «,in^'et 101־ len war und wahrend der ganzen Mcssze.it ausldiel». so wurde sein («csuch ad acta gelegt, und Schotten hatte das (Huck, völlig mibeheiligt, unter den Augen seines erzürnten Eeindes seine Heschufte abwickcln zu dürfen Noch dazu war diesmal «•ine wirklich*‘ (,nneurrenz zwischen hehlen vorhanden; denn auch die Fra n k t’u r tu r Presse hatte endlich 171n den ersten lkirni ihrer Talnuidausgabe,!»eraclmth und Seder Seraitu mithaltend, fertig gestellt. Er ging zwar nur mit einer einzigen »־ahliiuischcut Approbation auf den Markt hinaus, die K Naftnli (Vilm, der einstige Rabbiner von Frankfurt am Main, unter mancherlei Selbst,entsebuldigungen gegeben liatte; ahe.r er tritt;■ dafür das stolze Yerzeiehniss alle seiner staatlichen Privilegien au der Spitze־), l’ml doch, was nutzten alle diese ז) S. Rabbi 110 vier/. a, a. 0. S. 8N. ־) Das kniserl. Privileg vom Bf Okt. 1710, das brandenburghehe vom 2R. Mai desselben .1;ihres und das sächsische vom 10. .iamiar 1711 sind aus״ zugswoiso und auoli im Auszug nicht. wortgetreu dem Bande vorgodruekt. AuifiLlligerweise wird selbst auf diesem Titelblatt Jublonskis Name nicht erwähnt. ••־•־ Die Approbation dos K. Xal’tali Colin ist vom 0. Thammus 1715 datiert, nicht, wie Steinschneider Cat. Rudi, No. 14-1R hat, 1717. Sie ist, nicht nur an die Bedingung einer sorgfältigen und genau zu curngir0ij<U.־n Ausgabe geknüpft, sondern es macht, auch den Kindnick, als ob R. Naftnli sich seinen ehemaligen Uemoindcmitgliodcni in Frankfurt am Main gegenüber entschuldigen wolle, wenn er ausdrücklich liervorhebt: ihm, als dem Nestor der jüdischen Belehrten jener Zeit, komme es zu, ein vom Kaiser beschütztes Unternehmen dieser Art mit zu unterstützen. Am Schluss der Approbation kündigt Gottschalck an, dass er noch andere Approbationen von R. Jakob, dem Kahbiner zu Posen, und seinem Dajjanat, von R. Ahron zu Frankluvt an der Oder, dem Lundrabbiner Pommerns und der Mark, mul von Jeohiel Michel, dem Rabbiner von Berlin, in den späteren