Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 2)
- Language
- German
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230 Zum Jubiläum des ersten Talmudd runks in Deutsehland. gctuljen, baß er bei) bem Wcnnfs be» Slapfcrl. IVmlogii, lueldjc» Sr üöer ben Snirf be& Sübijdjcn Talmuths erhalten, unö luuuon et feinen Supplioato eine beglaubigte Slbfcfjrüt beigelegt hat, gcfd;ü|jct# unb infonoerljett ben ailbort moljn־ haften gilben Simon Schotten, nicht uerftattet inerben möchte, feilte in §oüanb uadjgeörucfte Kdition be£ Talmutlis im 3teid) ciitäufüfjrcn uub 511 nertauffen, bcrfclbe and), n>eil er fold;e£ bei) ber jungften iicipjigcr Oftcrmcßc bereit» getban, besbalb 511 ber in ben ilaijfcrl. Privilcgio gehegten ©traffc gejogeu ruerbeu möcfjtc. SGßcmt nun ber Supplieant bei) feinen au» mehrbefagteu Jlatjferl. Privilcgio ()abeubeit 3’iccfjfc billig 51t maintemren, inte mir audj allergnäbigft jurrieben jepn, bah 5[)1u als unfet Unterthau bcSljalb ade bicuftfaiuc Assistenz mm Sud) gefeiftet lucrbe, 31t» l)abt 3i)t cö and) baran nid)t ermangeln $11 taffen, jetwb p. 3tt unjern gelblager uor ©trat־ funb b. 25. Juli) 1715. Slu!}{elibent Hecht uub Franckfurth am Mavn. »Jetzt erst. nachdem er diesen Sieg mTimgen hälfe, wandte sieh (iottschalck am 20 September nochmais an den Kurfürsten von Sachsen. Ks sei zu befürchten, so stellte er diesem vor, dass zur kommenden M ichaelismesse Lehmann und Schotten sieh wieder zmn Vertrieb des Talmuds in Leipzig zusammcnthim würden, I>eshulh bitte. er. veranlassen zu wollen, dass dm* Path in Leipzig unnachsichtig jede ("ehertretung ln *strafe,י, denn solle׳ wirklieh jener Kall eintreten, so wäre das doeli eine offenbare \’<*11!>ו 1 * 1 ־ nu 1»*4' seiner Privilegien, die er überall nach Vorschrift nahe publiciren lassen, und die Lehmann naeh dem hier beigofiigton Zeugniss des Prof. Beomann gar nicht bestreiten könne. Fnd wirklich fügte u. a. Gottschalek ein solches Attest hei, des Inhalts: Becmann habe weder das Privileg an Lehmami eedirt. noch einen Grosehen, geschweige denn 000 Thaler dafür bekommen. Zs war ein cbeiisolehes Vertuschen, wie Gottschalek und Lehiuaun und die anderen alle es .schon geübt, hatten. Denn das Zeugniss musste den Ansehein erwecken. als oh nie zwischen Beomami und Lehmann eine Vereinbarung und eine Zahlung stattgefmulcn hätte: in Wirklichkeit war aber beides geschehen, nur dass Beomarm und Gottschalek Vereinharung und Zahlung nicht auf die Abtretung dos Privilegs mitbezogen hatten, wir Lehmann es gethan. So stand Zeugniss gegen Zeugniss, und es blieb der Regierung in Dresden zunächst nichts andere« übrig, als das Biicherkommissariat in Leipzig zum Bericht aufzutbrdcvn (25. Sept. .1715), Prof. Schmid