Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Der Grabstein des R. Jakob b. Mose ha Levi
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 228 (sequence 6)
- Language
- German
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228!-)er Grabstein des K. datob b. Mono hn-Levi (מהדי״י) in Worms. Denkmals chnrao.tenstiseli. Die 1 [inzufügung des ל nach der Jahreszahl, die Abkürzung für לפרט, ist später allgemein geworden. Das auch schon durch seine äussere Anlage auilalhmde Denkmal R. Jakob Molhfs, wie der grosse Gesctzesleluvr von Worms nach der Sitte der Zeit, die den Namen des Vaters wie einen Familiennamen dem Vornamen des Sohnes folgen iiess, genannt wurde, ist stets ein Gegenstand der frommen Verehrung und eine der von Pilgern und Fremdet! mit denn heissesten Verlangen aufgesuchten Grabstätten des an denkwürdigen Steinen so reichen Wormser Friedhofes gewesen. Nicht von Osten nach Westen, sondern von Norden narh Süden ist das Grab gerichtet, das die irdische Hülle des oh seiner Frömmigkeit nicht minder als ob seiner Gelehrsamkeit so hoch gefeierten Mannes aufzunehmon bestimmt war1). Sicherlich geht diese ungewöhnliche Anlage auf eine ausdrückliche Anordnung R. Jakobs selbst zurück. Ganz ohne Beispiel ist diese Veränderung in der sonst mich bei Gräbern üblichen < h*ienta1ion seihst später nicht. 1 )er C »rabstein des in der Nacht־ auf den llJ. Mai 1700 verstorbenen Rabbiners isak Prossnitz auf dem Gottesacker von Reelmitz in Fugarn ist nach Westen gewendet’2). Aber selten und atitfallcnd genug־ war auch schon dieser l instand, um dem Grabe iLaharibs. die allgemeine Aufmerksamkeit zuzuwenden. Von solch frommen Besuchern, die in Krfurcht und ergriffenem Gebet!‘ an dieser Stätte, verweilt haben, zeugen die. Namen, die auf der Rückseite des Steines sieh mehr eingokriizt als eingograben linden und zum Theile noch beute lesbar sind. Vielleicht hat Einer dieser einstigen andaehtsvollen Betrachter von R. Jakobs Denkmale den geschichtlichen Sinn gehabt, die Inschrift, des damals leicht noch unversehrten *) Lowysoh 11 u .a. O. p. 48: Mannheimer, die Juden iu Worins, p. 60. ־) M. Zipsor in L. Lüw’s Ben Ghana nja 7, ■426. ln dieser Go- .schichte der Gemeinde Rcchnitz ist einer ilirer frühesten Rabbiner, Josiia llcsohol b, Salomo Kohn aus Krakau, der Verfasser eines den Bibliographen unbekannten homiletischen Werkes über die Perifcopcn dos Pentateuchs נהיית יהושע, üliorsehen worden. R Zobi Hirsch Kaidenowes קב תישי e. 68 (cd. Frankfurt a. M. 1706. f. 144a) beriehtet von ihm. והנה אעתיק דך בקצרה הצ-יך יעניינו מה שמצאתי בגשר גחלת יהושיע שהיגר הרב סוהר"ר 'הושיע העשיר ה: הל במוה״י שלמח ז״י מקיאקא שהיי אב"ר ו-"מ בק״ק באבקעוויץ ואח״ב הי׳ נתקבל רם״צ גק״ק רעבגיץ. Im Jahre 1696 war R, Josua noch Kabbinor in Boskowitz in Mähren, wie ans seiner Approbation zu שלחן ערוך שר ר׳ אליעזר הקט (Fürth 1696) hervorgellt.