Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 9)
- Language
- German
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20S Die Roligionsphilosophio Abraham Ibn Esra's unteren 11iiI ft o < 14m 11<‘t der Altar also auf die zwei niederen Elemente: Wasser und Erde, während die obere freie 11;litt«• in dir Lüfte ragte und auf seiner oberen Einehe ein beständiges Feuer zeigte, also dir höheren zwei Klemente, Luft und Feuer, darstellte. Deshalb sollte auf dem goldncn Altar ein (!anzopfor oder ein Speiseopfor nieht dargebracht werden (2. Mos. 30, 0), weil er und den״ Raum, in welchem er steht, auf die Sphäreuweit hinweisU die ohne Entstein*!! und Vergehen ist. Im Zusammenhänge mit dieser Deutung seheint LE endlieh die i'heriic Schlange (4. Mos. 21. (d) so verstanden zu haben , dass dieselbe als eine von Gott angeordnete, hildliehe Darstellung• der aus Gott als letzter Ursache alles Seienden stammenden Xaturkrait der giftigen Schlangen ebenso Israel als Mittel himmlisehen Schutzes dienen sollte1) und deshalb Allen sichtbar hoch auf eine Stande zu setzen war, wie die Uherube als Darstellung* der universellen Form in der Gestalt des Mikrokosmus. Spätere Verirrung schrieb jenem Mittel selbständige göttliche Macht, zu und vorehrete die eherne Schlange des Mosel! durch Räucheropfer, weshalb König Uhiskijah diesem Unfuge durch Zerstrümmerung des alten Hildes ein Ende machte 12. Köm 18, 4). o. Die Engellehre. (Angel ologie) 1. Uebci• die philosophische Auffassung der Engel bei IE ist Folgendes zu bemerken. Seit. Philo wurden die Engel der Rihel einer philosophisehen Unideutung zum 1 Sehufo ihrer spoeulntiven Hegreiilielikeit und ihrer metaphysischen Yerworthnng unterzogen. Der Logos und die göttlichen Kräfte, die Philo dem Stoieismus entnommen und den Platonischen Ideen gleichgesetzt hat, denkt und bezeichnet er als Engel mit dem Doppeleharaktor göttlicher Eigenschaften und göttlicher Hotcn. Ibn Gebirol, der in der philosophischen Sphärenlohre seines poetischen Gebetes ..Königskrone“ die jenseits aller sinnlichen Sphären liogonde Sphäre des Weltgeistes (voueb יטכל) mit zahllosen Engelsehaaren bevölkert und dahin auch b Wiewohl IE zur Stelle 4. Mos. 21, 8 für ganz unzulässig erklärt, die auf Gottes Gebot angefertigre Kupferschlange als Mittel zur Kerableitung himmlischer Kraft auf die Erde zu erklären. Damit stimmt ebensowenig, wenn er hier die Cherube *als דה.ךיד בח עליון bezeichnete.