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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 5 · p. Seite 206

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 5
Article
Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
Date
1898-01-01
Page
Seite 206 (sequence 7)
Language
German
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200 Die Keligionsphilosophie Abraham Ihn Es1־a*s. entspricht dem Gottesthronc mit <Um (.!lu*ruben im Himmel 1Hz<d1. 1, 5 tf. 2(5: 10, 1). Dass die Cherube aus^ihircitct(‘ Ediigel haben, deutet darauf, das* hiermit die höchsten Wesen nächst (י ott he/.eielmet werden sollen, und der Umstand, dass der Deckel der Lad(‘ keine Hohe hat. soll wohl zeigen, dass niehts Körperliches, sondern lediglich intelligible Substanzen damit dargestellt ־worden sind. Der (:lüttes* 1111*0 31 (כסא הבביר ) ist aber (nach 11)1) Cebirol L. V, 70, dem IM sieh auch sonst gern ansehliesst) niehts Anderer* als die־ universelle Materie (בבא), auf welche sieh Cottrs Wille (ובבור mit der u 11 i vcrsel 1 e n Form (2'2'"C) zur Vereinigung und Verschmelzung niedergelassen hat. Das Ergcbniss dieser \’ereini״,m1״■ isr der (Dm st ׳בבל), die oberste intelligible Substanz der Xeuplatoniker und Ihn Cebirols. Dass dieselbe, aus den genannten zwei Elementen, der universellen Materie und universellen Form, sieh zusammensetzt, wird dureh die zwei. Cherube• angedeutet. Sie Italien Menschengestalt; denn (1er Mensel! ist die Welt im Kleinem, oder die Welt ist der Menseh im Crossen. Auch die \Y elt.se ein, die andere intelligible Substanz des Xeuplatonismus, konnte hierin mit angedeutet zu sein seheinen, da die menseldieho Seele nur ein Theil dm* Weltseele nach IE ist (*. unten S. 200h Das Allerheiligstu ist also das Sinnbild der obersten oder in toiligibeln Welt (עילם העלייז bei IE, עילם השכל bei Ibn Cebirol). welche weiter znr (Iotteserkenutniss, nach Ibn Cebirol zur Welt der Cottheit (.עילם האלה׳'*־) führt. Indessen ist di(’ Helehrimg, welelie diese zwei Cherube als Sinnbilder dem Denkenden bieten, nieht der alleinige Zweck derselben. Sie sowohl als alle die den Teppichen eingewebten Cherube haben uneh einen anderen realen Zweck, Das heilige Zelt ist nämlich als gottgeorduetes Symbol zugleich ein mystisches Mittel, die׳ himmlische Kraft zur Erd**, zu leiten, also die Einwirkung Gottes in der kleineren Welt des I3eiligthums zu verstärken, die Kraft von oben zu empfangen, in sieh zu sammeln und so auch dem Volk(‘ dieses Jleiligthums zu einer sichern Stufe der Cottesgemeinsehaft, der Hrophetie, für die Dauer des Bestandes dieses Heiiigthums (vgl. Kus. II 14) und zu einem ausserordemliche.it Schutze vor feindlichem Augrilfe zu verhelfen1). Während andere Volker den EI in Wirkungen der Gestirne rettungslos anheimgegeben sind (5. Mos. 4, 10 י) Vielleicht sollen die luisgobreitoten Klü^el der Cherubo diesen Schutz, nach b, Mos. 3*2, 11, im Sinne 11)11 Iwu'h amloutcn»

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