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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 5 · p. 193

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 5
Article
Welcher biblische Ortsname ist "Cedson" im Onomastikon des Hieronymus
Date
1898-01-01
Page
193 (sequence 1)
Language
German
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Üelel30r MMiseliö Orissaiae ist €0״iu©1“ Ö10masiii101 des HiersayEias? Von Dr. M, Eahmer, In seinem um das Jahr 800 verfassten Buche ,,de situ et nominibus locorum ilobraicorum״, weiches nicht eine blosse Uübersotzun״, sondern dureh Weglassung manches Unrichtigen und dureh Einsehiehung sprach liebtu* und sachlicher Berichtigungen und Ergänzungen vielmehr eine Bearbeitung• des Eusebiamsehen ״Onomastikon4*, eine biblisehe Ortsnamenkunde, ist, führt J lieronymus einen Ortsnamen ״Cedson“ auf1), der trotz der nähern Bezeichnung ,,in tribu Buben, urbs separatu Levitis** dennoch in der ganzen Bibel nicht zu linden ist. Lagarde verweist in der Anmerkung• z. St. auf Jos. 21, 28, *woselbst eine Levitenstadt קשירן aufgeführt ist, und fügt noch den Hinweis auf die Parallelstelle Paralip. I, 6, 07 hinzu, wo קרש für קשיון steht, als ob aus diesen beiden Ortsnamen die Wortform Cedson (ר!ךש1ן) bei liieron. entstanden sei. Aber abgesehen davon, dass sowohl ,,Cisioik* aLs auch ,,(kules‘; (u. Codes), von Euseb. und liieron. besonders aufgefiihrt werden2), scheitert die ganze Erklärung an dem Umstande, dass קשייץ und קדש an beiden Stellen (Jos. 21, 28 u. L Chrom 6, 57) als zum Stamuigebiet Issachars gehürend benannt sind, während Cedson, wie H. ausdrücklich angiebt, eine Levitenstadt war, die ״in tribu Buben‘4 lag. Levitenstädte gab es bekanntlich — einschliesslich der 6 Zufluchtsstädte —48 ־, von diesen kamen (nach Jos. 21,7) 12 auf die 3 Stämme Buben, Gad u. Sebulun, je 4 auf einen Stamm. Die Namen der Städte worden nach, den Stämmen in Jos. 21 Vers 13 — 37, und mit einigen Abweichungen und Lücken auch in L Chron, C. 6. V, 42—6b autgeführt. Uns interessiren hier nur die 4 Städte aus dem Stamme Buben, ■*) In der Ausgabe von Lavsow u. Parthey (Berlin 1862) p« 149, Z. 11; in der Lagardo’schea Ausg. Onomastica sacra (Göttingen 1870), p. 109, Z. 15. 2) Lagarde 1. c. 108, 109 u. 110. Monatsschrift. 42. Jahrgang. 13

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