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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 4 · p. Seite 186

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1898-01-01
Page
Seite 186 (sequence 1)
Language
German
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186 Besprechungen. löSBFeclmEip Di0 Handschriften-Verzeichnisse der Königlichen Biblio thek zu Berlin. Zweiter Band. Verzeichntes der hebraoischen Hand- Schriften von Moritz Steinschneider. Zweite Abtheilung. Berlin. A. Asher & Co. 1897. VIII + 172 SS. in 4y. Die erste Abtheilung dieses Verzeichnisses, enthaltend 124 Nummern, «-erschien 1878, diu gegenwärtige, zweite Abtheilung umfasst Nr. 125—259. Die Sammlung hat sich also in nicht ganz 20 Jahren um mehr als um das doppelte vermehrt. I)io hebräische Ilatutechriftensammlung der Berliner kgl. Bibliothek gehört zwar nicht zu den reichsten, auch nicht zu den reichen, enthält aber neben Unbedeutendem und bereits Gedrucktem auch manches sehr Wertlivolle und sehr Interessante, darunter Uniea und Uuriosa, wie z B. eine Compilation eines Juden über Fieber in aitfrarwösischer •Sprache mit hebr. Letten! (Nr. 288), dann viele Schriften von Arabern, ebenfalls in hebr. Lettern (vgl. über diese in Allgemeinem die Abhandlung 8t.\s in ZDMG. 47, 885—;184). Die Anordnung dor Handschriften ist in der zweiten Abtheilung eine andere als in der ersten. Während sie liier nach dem Formate (Folio, Quarto, Octav) rubrieirt sind, sind sie dort nach Fächern (18 an der Zahl) beschrieben, wobei bei jedem Fach auch der wesentliehe Inhalt de1’ zu ihm gehörigen Handschriften der ersten Abtheilung angegeben ist, so dass die vorliegende, zweite Abtheilung einen genauen Ueberblick über den Bestand der ganzen Sammlung bietet. Dass jeder Hundschriftencatalog aus der Hand unseres Grand Old 3lan (wie ihn Jacobs treffend nennt) nicht nur eine genaue, klare und erschöpfende Beschreibung der verzeichneten Manuscripte, sondern auch eine Fülle von Belehrungen, sowohl aus dem Gebiete der jüdischen Wissen- Schaft als auch aus dem der Geschichte anderer Wissenschaften im Mittelalter, enthält, ist hinlänglich bekannt, und dass auch unser Verzeichnis diese Vorzüge in vollem Masse theilt, braucht nicht erst hervo!־gehoben zu werden. Es kann aber unmöglich im Rahmen einer Besprechung auf alle Einzelheiten hingewiesen werden, und ich will daher nur die einzelnen Fächer kurz vorführen und daran manche Bemerkungen knüpfen. I. Bibel, Bibeitheile und Rollen, 40 Nummern1), darunter eine Bibel mit Maseru (Nr. 127, früher in Erfurt), die nach Lagarde um 1100 geschrieben sein «oll, und von der ein Fucsimilo in Stiulo’s («oschiehto Israels Bd. 1 zu linden is.. IV.torossant ist auch die Handschrift Fol. 1208 (Nr. 129). Dieselbe enthält die Hagiographen (mit Ausschluss von Echa und Esther) mit babylonischer Punktation und arabischer Üebersefzung (nur Esra, Nebemia und die Chronik sind ohne TJeborsetzung). Die Ueber- Setzung ist meist von Saadja, wie ich das aus Ausgaben (für Psalmen, Sprüche, Hiob, Hohelied?) und Citaten bei Ibn Esra (für Daniel) constatirt habe. Die Üebersefzung von Ruth erscheint demnächst von Peritz, und ihr Verfasser ist bisher übermittelt. Die zu Kobeleth, von Jacob Loevy (Leiden 1884) edirt*), hat zum Verf., wie. der Herausgeber nach- *) Die Zahl der Nummovn bezieht sieh auf beide Abteilungen, meine Bemerkungen dagegen nur auf die zweite. s) Irrihümiich sagt Loevy in seiner Vorrede p. 6, dass der Berliner Codex auch Echa und Esther enthalte.

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