Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/2829132-2829713-2829718-2881118--28515-2881166- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland.!gl Sendung bitten. Aber ■er hatte noch mehr auf dem Herzen und wagte es endlich auch auszuspreehen. Er ersuchte Oppenheim mständigst, ihm gegen die Konkurrenten in Amsterdam beizustehn; er solle sie nicht nur wissen lassen, dass die Sache dem Kaiser unterbreitet sei, sondern auch ihm selber dadurch zu Hülfe kommen, dass er eine Approbation für den Frankfurter Druck ausstelle und nachdrücklichst bei Strafe des.Bannes jeden anderen Druck untersage. Das war nun ein Verlangen, das Oppenheim sehr ungelegen kam. Hatte er doch selber seine Bibliothek R. Lob für den Amsterdamer Talmud zur Verfügung gestellt, und war doch Hörend Lehmann, der eigentliche Widersacher Gottsclialeks, einer seiner nächsten Anverwandten1)! Aber er fand auch sogleich einen stichhaltigen Grund zur Ablehnung! Wie konnte er nach den Vorgängen in Prag als Oberrabbinor dieser Gemeinde auswärtige Drucke approbireiG)? Das ging doch nicht an, und in diesem Sinne beantwortet(', er auch. Gottschalk vertröstend, bis wieder n»״hr Ruhe eingetreten sei, dessen Schreiben am 7. November folgcndermasscn : Ilanover, bett 7. 9br 1714. ©fjreiwefter p. @0 eben erljattc idj bero Bctjbc geliebte &on 31 öerimdjcnen SÜZonat^ r darinnen ic§ mit Vergnügung öernonraett bf)£ bereite bk 20. Sogen Pergament uerbruct't unb üerfanget barum&c ba{3 td) ein niedreres [enben foße, jo folgt [jiebetj ein ^päcfeU üon 30. Sogen, unb nhinjcfje M)l in biefen feinen Sor^aBen nadj nnmjdj unb eigenes Serlangen reussiren möge, bte Stadjridjfc tuegen bafigeö ^Sergament läge mir btenen unb fals einmal}! mein ^ergament folte aufgebruat fein unb mangel [;aben kaw bfjl ingtuifc^cn öon 2D0rtige§ et(i$e Sogen neunten id) aber t)aie noti) etliche 100• in Sorrafcf;, — nad) Amsterdam ruerbe bk SKacgxidjt erteilen baj3 id) aber ein Sann geben foße, fo »irb bi)t öernontmen ijaßen, maä in Sßxag unb Söhnen megen ben talmuth öotöorgartgert, unb mann fold}e£ aorBet) fo!an man feben maß eß gibt, mithin folte bl)l maß pon Äapfl §off BeEommen F;a&en, beliebe mir gu meiner ■JJad3rid)t fenben, unb id) bin fiefcSljin unter Obfjut ©otte£ bl)l freiinbtnbl SDaöib oppenljeimer Ober SJaBiner. נ) Die Verwandtschaft s, bei Kaufmann, a. a. 0. S. 8(>. ף Hatten ihm doch ohnedies die Inquisitoren in Prag vorgeworfon, dass er seiner Zeit in Nikolsburg das ״schändliche Buch“ des Mose Graf, ויקהל משה, approbirt habe; 8. Wolf a. a. O. S.pebor Moses Graf s. Kaufmann, Samson Wertheimer S. 56 u. Letzte Vertreibung u. 8. w. S. 171,