Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Samau'al b. Jahja al-Magribi und seine Schrift "Ifham al-Jahud"
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 9)
- Language
- German
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178 Sanmu’al b. Jahja al־Mu£nl>i. wurden, und die doch trotz ihrer israelitischen Herkunft vor Gott keine Gnade gefunden haben werden. ״Wir sagen den Juden: ״Heisst es nicht in der Thora, dass es zwischen denen, die zu eurer Religion sich bekehren, und zwischen denen, die, reiner Abstammung sind, keinen Unterschied gibtw? Darauf werden sie antworten: ״Gewiss, denn die Thora spricht davon: ״Der Fremde, wie der Einheimische, er sei wie ihr selbst vor dem Ewigen“. ״Eine Lehre und Ein Recht sollt ihr haben und der Fremde, der mit euch wohnt“ (Num.15, 15. 16.). Damit haben sie aber zugegeben, dass die Liebe Gottes nicht von der Abstammung aus ihrem Volke abhängig ist!ju. Die Lehren von der Auserwiihlung Israels und von dem Messias erscheinen Samau’al b. Jahja als Thorheiten, die er im folgenden Capitel (V, 31—39.) zu widerlegen sucht, zu welchen Ausführungen er noch Einiges über den Anthropomorphismus bei den Juden hinzufügt. — Die Juden sagen, trotzdem ihr Staat verschwunden und sic selbst zerstreut sind, und obwohl sic die Fortdauer des göttlichen Zornes gegen, sie kennen, nichtsdestoweniger jeden Tag in ihren Gebeten, dass sie die Söhne Gottes und seine Lieblinge seien. So sagen sie jeden Tag im Gebete: ״Mit ewiger Liebe liebtest Du uns, o Ewiger unser Gott“; ״bekehre uns, o unser Vater, zu Deiner Lehre“; ״unser Vater, unser König, unser Gott“; ״Du, o Ewiger bist unser Vater und unser Erlöser“; ״und alle Verfolger Deiner Kinder und die Feinde Deiner Gemeinde, alle bedeckte das Meer, keiner blieb übrig von ihnen“. Sie vergleichen sich selbst mit dem Weinstock, die anderen Völker mit den Dornen am Zaune2). l) S. 30. 5* צ? w •״ I * f A»3f Ö X- ״*י' f. ^LwJl pjC! 4Xä» ף S. 31. ÄXJ