Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 2)
- Language
- German
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Dio Religionsphilosophie Abraham Ibn Es ras. 155 hinzunuhm, ergaben sich ihm als Buchstaben des Gottesnamens die 4 Buchstaben אהוי׳י , welche* die Grammatik als Voknlbuchstaben kennt, und die er deshalb als würdige Vortroter der Laute bei der Bildung■ dm’ G otfccsnaiaen betrachtete, weil sie die Vokale vorstellen, ohne welche kein Gonsonant lautbar wird, sieh also zu diesen verhalten, wie der Geist zum Körper1) (also zu Symbolen des Gottesgeistes in dem Weltkürper geeignet sind) Was aber die Bedeutung der Gottesnuuien betrifft, so erklärte Me nach ein Ihn Saruk im Machb. S. 18, den Namen אהיה und, S. 101, den Namen יה für etymologisch unerkennbar: zwar hätten Conimentatoren אהיה mit היה verbunden, u. 2 אהיה אשר אהיה. Mos 3, 14 Hesse sich danach einleuchtend in dem Sinne von ״Ich war, bin und werde sein“ erklären, allein die Schlussworte dess. Versos אהיה שלחני אליכם zeige, dass אהיה nicht Verbalform u. überluiupt sprachlich nicht zu erklären sei. Juda ha -Lew i sodaun (Kus. IV, 3, S. 310—312 1 Gasse!) meint, יהרה bezeichne Gott als den Schöpfer der Welt (S. 310, Z 8), sei Eigenname und nehme deshalb den Artikel nicht an (ob. S. 59 g), wie אלהים ihn doch anuimmt (S. 311, Z. 20), aber die Ableitung sei unbekannt (וסודר גסהר S. 311. Z. 30). Dasselbe gelte von dem Namen יה (S. 312, Z. 5). אהיה aber sei vielleicht von diesem Namen, vielleicht aber auch von היה abzuleiten, heisse also ״der Seiende44, womit gesagt sein soll, dass die an Moseh gerichtete Frage der Israeliten nach einem uncrforschliehen Wesen zum Ziele nicht führen könne und sie sieh vielmehr begnügen müssten, zu wissen, dass Gott jederzeit da sein werde, wenn sie ihn suchen werden (S, 312, Z 6 ff.). Abraham Ibn Esra unternimmt es nun, auch den Namen »יהוד etymologisch und zugleich nacli seinen Buchstaben zu deuten und das Verhältniss zu אהיה in derselben Weise, wie Samuel b Melr um dieselben Zeit gethan hatte (m. RSBM als Schrifterkl. S. 101, Anm. 3; S. 75, A. 5), klar zu stellen. Die wichtigsten Gesichtspunkte und Gedanken in den Abhandlungen über die Gottesnamen sind etwa folgende: A. Dio Xan1e21 Gottes sind entweder Eigen il am011 oder Eigen wchnftsnamen (שמרח העצם oder שמש החאוי). 1)01• Eigenname unterscheidet sich von anderen Kamen l) Kus. IV, 3, S. 311. 3121 Cassel (oben, S. 59 g).