Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 4 · p. Seite 147

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 4
Article
Assyriologische Studien
Date
1898-01-01
Page
Seite 147 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2829132-2829713-2829718-2881114--28475-2881132
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Assyriologiseha Studien. 147 3.♦צדקה Dieser Begriff im Sinne von ״Wohlthä tigkei t, Alinosengebeu44 luit sieh erst spiit entwicklet. Das Wort, kommt über 150 mal in den ilh. Schrr. vor; kein einziges mal aber in der klaren Bedeutung, die wir, wenn das Wort gebraucht wird, bis zum heutigen Tage damit verbinden. Alle Stellen der II. Sehr,, an denen es;!!!gewendet wird, werden von Ilaggadah und liulncluih aut* צדקה im Sinne von ״Almosen, Wohlthim“ ausgelegt. Sogleich Genes. 10, 0 wird so aufgefasst und die Wichtigkeit der צדקה, als alle Gebote aufwiegend durch den Sehriftvers belegt (Genes. 18, 19): כי ידעתיו’למען אשר יצרך. את בגיר .... לעשות צדקה; ferner wird gesagt: ואין בסא ישראל מתבוגן ודת ואבות עומדת אלא בצדקה שגא' בצדקה תבוגגי, ואין ישראל גגאלין אלא בצדקה שגא ציון במשפט תפדה ושביה בצדקה. Im religöseu und idfentlichcn jüdischen Leben spielte צדקה stets eine grosse Holle; das Wort bezeichnet auch direct.: die Arm entlasse neben קופה של צדקה; die Almosenverleiher und -Sammler sind die גבאי של צדקה. (Vgl.: Beracli. 6b, Abod. sar. 17b, Pessach. 8 a, 13a; Bah. mez. 38 a, batr. 8b; Sanhedr. 17b; Toseft. Peah IV.). Das chaid. -aram. צדק.תא =־־ צדקתא wird in Sinne von ״Wohlthat, Almosen‘4 angewendet; so Esth. 9, 22; Koh, 5, 9. 18. 7, 12. 9, 10, wo überall die Phrase עבד צדקתא gebraucht ist. Die LXX. geben das hebr. צדקה öfter durch eXsrjjj.ocEvY) wieder. Die Bedeutung von צדקה im angeführten Sinne ist im Arabischen eine ständige; der Islam hat die Snduqah -- Almosengaben, zu einem seiner Bauptgrundsütze entwickelt. heisst: geloben; das GottGelobte; der Empfänger gelobter Gaben. Auch im Syrischen heisst IioligionsSteuer. Trotz all dieser Belege aus verwandten semitischen Dialecfcen könnte man die Wortbedeutung für jung u. namentlieh für das Hebr. für unclassisch halten. Dem ist aber durchaus nicht so. Sie findet sich auch auf einer Inschrift des Salmusizib aus Teixna (C I Ar. 113)1), woselbst es heisst: והא זא צדקתא דייהבי .צלם זי מחרם .. ..16 מן חלקא דקלא ף *Winkler Forsch I. 183 ff., wo die Inschrift veröffentlicht und genau erklärt ist. •!a#

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.