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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 3 · p. Seite 142

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 3
Article
Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland
Date
1898-01-01
Page
Seite 142 (sequence 9)
Language
German
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142 Z um Jubiläum dos ersten Talmuddrueks in Deutschland. Begehrter SDiafjcn BO S30gcn Pergament a&gefcäjicft IjaBc, n3efc§e in guten tnnpfang 31t neunten beliebe, unb-abgerebetcr Üftafjcn barrnit »erfahren, (£3 braucht aber eine gute 0badji tnan mag auf *Pergament gebrudt werben folte, bai;ev□ umb baf$ foId^eS fauber Ijeraugfomnten möge, 3§me, befteng Rceoinmandiren will, mag nun ferner wegen feiner norljabenben SDrncf passirt will iebegntaljf erwarten, uitb Bin ieberseit unter ©mpfcljtung ©otfcl. ©naben Monsieur 5)wM Sauib oppcnljeimer Oberabiner A Monsieur Michel Gottschalck Assessor •Judicii Franckfurt an ber Ober F ra 1 ן e o H a 1 h e rs tad. In kürzester Frist warm dir Proboahdriieke hergestellt; denn es wurde jetzt mit aller Macht in Frankfurt gearbeitet. < Mlenbar lag Gottschalck viel daran, bereits für die .iu'ipzigcr 1 [erbstmesse etwas von dmu neuen Werk verleben zu kennen, Aber unterdessen hraeli wieder eine neue Sorge über ihn herein. Nieht nur dass in Amsterdam zu seinem Aergvr ruhig weiter gearbeitet wurde, aueb das Absatzgebiet im Osten, das so stark in Betracht inr ihn kam, schien sich plötzlich zu verschliessen. In Prag, wo nur im Orte selbst gedruckte und zensirte Bücher verkauft werden sollten, hatte die Beistlichkeit gerade wieder einmal eine eingehende Haussuchung vornehmen und unhannherzig zahlreiche Schriften, darunter eim* ganze Anzahl von Exemplaren des ersten Frankfurter Talmuddrueks dem Feuer übergeben lassen*). .Da hiess es also mit Vorssicht zu Werk(? gehn! Gottschalck benutzte die gute Gelegenheit, da er Oppenheim von der Fertigstellung der Proben Mittheilung machte, um den Prager Oberrahbiner zu bitten : er möge ihm bei der erschwerten Einfuhr auswärtiger Drucke in seiner Gemeinde etwas behilflich sein, ihm einen geeigneten und vertrauensworthen Vertreter empfehlen und ihm gelegentlich auch eine zuverlässige Nachricht darüber zukouunen lassen, wie es eigentlich mit den Arbeiten in Amsterdam stehe.־ Zugleich theilte Gottschalck mit. dass er um Schutz gegen die Amsterdamer heim Kais.cr eingekommen sei. Die Antwort Oppenheims, vom 7. Oktober 1714 datirt und nach Leipzig gerichtet, lautete: a) Schudt, a. a. 0. Bl, IV, I. Contin, S. 108; G. Wolf in SteinschnoidoM Bohr. Bib!iog;\ Bd. VI (1HOB) S. 3a i, Der von Wolf erwähnte Buchhrdtor Simon Joiteles, der als Sachverständiger von don Inquisitoren zugezogo.u wurde, ist vielleicht identisch mit dom von Opponhoim im folgendon Brief empfohlenen. Vgl, auch Grunwald a. a. 0. S, 359,

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