Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Samau'al b. Jahja al-Magribi und seine Schrift "Ifham al-Jahud"
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 10)
- Language
- German
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182 Samau’al b. Jabja al-Magribi, Was an der Erzählung des S. U. J. von seinen Träumen Wahrheit, und was Dichtung ist, lässt sieh nicht entscheiden: sie ist daher auch für Charactcristik des Mannes schwer zu verwerthen. Von Interesse ist, dass er in der muslimischen Umgebung gegen diese Traumgeschichten Misstrauen voraussetzt. Die!Muslimen haben eben auch Geometrie studirt und das Buch Kalila wa-Dinma gelesen und haben gelernt, auf Traumgcschichfcen Nichts zu geben. — Dass S. h. J. sein polemisches Werk für so bedeutend hält, darüber kann man sieh nicht wundern: gewiss machte es Eindruck auf die Muhammedaner. Den Schriften der Ueberlüufbr ist immer ein grosser Werth beigvlegt worden. Die Annahme, dass es• im Islam nie etwas Aehidiches gegeben habe, beruht wohl darauf, dass in seinem Kreise Schriften, wie das Kitab almilal wa-i-nihal des Ihn Hazm unbekannt waren, denn dieser zeigt sieh auch in der Polemik viel gewandter und gelehrter als S. b. J. — Das Widerliche, das die Erzählung vom tragischen Tode seines Vaters an siel) hat. — er gebraucht von ihm den Ausdruck — lässt eine milde P>eurtheilung nicht zu. Man wird kaum fehl gehen, wenn mau die Bekehrungdes S. b. .1. zum Islam in manchen Beziehungen als typisch für ähnliche Fälle betrachtet. Nachdem er dem! jüdisch religiösen Leben entfremdet, war, —־ Beweise hierfür bietet seine polemische Schrift genug, wie wir sehen werden, — und den Augen seines Vaters ebenfalls entrückt war, machte sich bei ihm der tiefe Eindruck, den die geschiehtliehen Erfolge des Islam auf ihn schon früh gemacht hatten,, geltend. Er vermocht(* sich nicht zu jener höheren Anschaumig emporzuringen, welcher mittelalterliche Philosophen seit Jchuda ha-Lewi vielfach Ausdruck gegeben haben, und nach welcher für die Wahrheit und den inneren Werth einer Lehre die Anzahl ihrer Bekenner und ihre äusseren Erfolge Nichts beweisen1). Seine Eitelkeit und Kuhmsucht, die sieh l) S. Ai-L;azavi X $ 11$. Ikkarim III 2f>. ושה שיביאו ראיה מהצלהת המאמיגי׳ באמונתם איגד. ראיה ביל אהי שמצאנו קודם שנהגה הודה ששר. יוחד שאלפים שנה שהיי כי האומות מצליחות :ל אחה וארה V: האומות עע״א זולתי יחי די סגוליות כאבות ודומיה; ואעפ״ב היו במלכותה המיוחדת לה והיו עומדות בשלוה והשקם. ואף משנתנה תודה היו בל האומות עובדי ע"א זולתי ישראל והיו מצליחות בל אחת ואחת במלכותה ואץ הצלחת סגחדיב וגבוכדגצר ואלכסנדר היותם מושלים עי ישראל ראיה שתהיה אמונתם טובה מאמונת ישראל רה; עד היום מודים שדה הישמעאלים היא נימוכית הנחיית ואינה אלהית ועם בל זה הם מצליחים ומושלים בחלק גדרי מן העולם. Auch folgender Aeusserung des Mhimouides, die er zwar in einem anderen Zusammenhang getkan hat, kann man eine grundsätzliche Bedeutung