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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 2 · p. Seite 90

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1898-01-01
Page
Seite 90 (sequence 1)
Language
German
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150 Jöusprechunucn. 1-י., rA na ,וזלל^יל! רלר״־ך;«ז׳) ך Urtext und Uebersetsungen der Bibel in übersichtlicher Darstellung. Sondorabdruck dor Artikel ÜibeLtext uud Bibelübersützuugou aus der dritten Auflage der Umücncyclopädic für protestantische Theologie und Kircho. Leipzig 1897, 259 Seiten, gr. 8°. Die in diesem Saimuelbande vereinigten Artikel bieten vermöge ihres Ursprungs und Zweckes keine aus einem Gusse gearbeitete GesehLchte des Bibeltextes und seiner Uebersetzungen, sind aber trotzdem vorzüglich geeiguet in den gegenwärtigen Stand der Forschung auf diesen Wissensgebieten einen Einblick zu gewähren. Es worden wohl keine Forschungen vorgelegt dies lag weder in dem Plane des ganzen Werkes noch in. der Absicht der Autoren — aber die Resultate der bis״ hcrigon wissenschaftlichen Arbeit sind übersichtlich und im Grossen und Ganzen richtig zusammen gefasst. Ausser den Bibeltexten sind über 20 Ueber,Setzungen behandelt, von denen sich dio meisten unserer BeartheUung ebenso entziehen, wie der Text des Neuen Testaments. Für die Geschichte des heiligen Textes sind nur die alten Versionen von Bedeutung, dio neueren kommen bloss als Zeugen der Verbreitung der Bibel in Betracht. Unseres Kruchtens wäre von beiden Gesichtspunkten aus die Durste! Reg nach der chronologischen Roihenfolgo der verschiedenen üfcbcrsotzungen die richtigere und anschaulichere gewesen; der alphabotiiarischen Forderung dos Lexikons hätte man durch eine Vorgesetzte Liste der bearbeiteten Versionen leicht genügen können. Dies jedoch nur beUüufig. Der Artikel ,.Bibeltuxt des AT“, welchen für die zweite Auflage Diihnann in musterhafter Kürze und Klarheit bearbeitet hatte, ist von Buhl ohne wesentliche Veränderungen herüber genommen worden. Er ist beiläufig um ein Fünftel seines Umfanges (15 gegen 19 fast gleiche deiton) kürzer geworden, was hauptsächlich durch die Ausscheidung dor :.1u Text für die einzelnen Ansichten und Behauptungen im gegebenen littcrarischcn und Queihmbelege erreicht wurde. Es werden vier Peric den unterschieden: die vorkauonische bis Esra; die vorrnasoretische \oa Esra bis zum Abschluss des Talmuds (Ende des 5. Jahrhunderts); die masoretische 6 — 11 Jh.; die naehnuisoretische. Für die zweite und und vierte Epocho könnte man nach unsere Meinung die eharukteri-;-,tischen Bemerkungen; das Zeitalter der mündlichen Hoherlieferung uud d as rabbi nisch e Z eit alter ein führe 11. 80 werden diese Epochen in der jüdischen C-eschichto mit Recht genannt. Das gezeichnete Bild der Toxtgescluehte ist׳ im Allgemeinen ein zu- «::•offendes, in einigen Punkten können wir jedoch dom Verl nicht zustimmen. Seite 8 heisst es: ״Die Veranschaulichung־ der Worttrennung einen Punkt oder Strich.kannten auch die Hebräer, wie die SBoahinschrift und der aus einem solchen Punkte wahrscheinlich ent- •otandeue Doppelpunkt Soph Pasuk beweisen“. Ob die Worttrennung im Bibeltexte jemals durch einen Punkt veranschaulicht wurde, ist mit Sicherheit nicht zu entscheiden; angesichts der Thatsache jedoch, dass die Synagogenrollen hiervon־ gar keine Spur erhalten haben, ist diese Voraussetzung ganz unwahrscheinlich. Ebenso unwahrscheinlich ist die Annähme, der Doppelpunkt סוף פסוק wäre ein Produkt diesos Punktes, denu erstens kennt dor Bibelte;;fc in historischer Zeit den fraglichen Punkt nicht, zweitens erscheint der Soph Pasuk erst in nachtalmudischer

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