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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 11 · p. Seite 505

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 11
Article
Der angebliche Nagid Mardochai
Date
1897-01-01
Page
Seite 505 (sequence 3)
Language
German
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Die Judonlanätage in HesHen-Cn-HHel. 505 müni bezeugt war, keinen Anstoss zu nehmt *וו; neue Fundstücke werden ihn 11ns in häufiger, vielbezeugtcr Anwendung zeigen. Es war dann nur ein Sehritt zu dem Worte1), dass von Mose bis zu diesem zweiten Mose keiner war gleich ihm. Die Judenlandtage in Hessen-Cassel von Dr. L. Munk. Die den Namen ״J1ulenlandtagea führenden Versammhingen von Juden, welche in einer Reihe deutscher Staaten während dreier Jahrhunderte in gewissen Zwischenräumen regelmässig stattfänden, und deren Verhandlungen vom grössten Einfluss auf die äusseren und inneren Verhältnisse der deutschen Juden waren, gehören auffälligerweise auch heute noch zu den am wenigsten bekannten Vorgängen der jüdischen Geschichte. Bei meinem Studien iiher die Geschichte der Juden in Hessen-Cassel fand ich in landesherrlichen Verordnungen und verschiedenen anderen Aktenstücken mehrfach auf ein Constitutenbuch der sämmtlichcn hessischen Juden Bezug genommen. Dieses Constitutenbuch, ein Manuscript, (las nach verschiedenen vergeblichen Versuchen mir aufzufinden gelang, ist das Protokoll einer Reihe solcher ‘Landtage aus den Jahren ](>00 bis 1738 und giebt mein* noch als die landesherrlichen Verordnungen, die sich mit denselben beschäftigen, ein Bild der sogenannten Judenlandtage und der massgebenden Bedeutung, welche dieselben für die jüdischen Gemeinden hatten. Wie in Hessen-Cassel, 8(» gab es auch in Hessen- Darmstadt, im .Hochstift Paderborn, in Fulda, im Chur- Mainz’schen solche Landtage; auch aus dem Kurfürstenthum .Brandenburg wird von einem Judenlandtage im Jahre 1688 berichtet. Dieselben unterscheiden sich wesentlich von den jüdischen Gemeindetagen, die im 14. und 15. Jahrhundert in Mainz, Erfurt, Nürnberg, Bingen u. a. 0. abgehalten wurden. Diese waren aus der eigenen Initiative der jüdischen Gemeinde hervorgegangen, wurden in der Regel von einem einflussreichen Manne eines Kreises oder einer Provinz, l) M. St ei nach neide r, die hcbraeiHchon IJcberHetzuniron des Mittelalters, p. 6.41 n. 316.

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