Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Zur Biographie Maimuni's
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 464 (sequence 5)
- Language
- German
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4M (iloswea zu (Tros.s; (»ullia .Jmluica. Denkmal .seiner Nagidwürde; es hat zu seiner Zeit sicher in Krypten keinen Moses gesehen, den man in einem ofticiellen Aktenstück von zugleich religionsgesetzliclicr Bedeutung neben ihm als den grossen Lehrer in Israel bezeichnet haben würde. Ob Maiinüni aber dasjenige, was er unter Sutta’s Schreckenslierrsehaft vergeblich einzuführeu sicli bemüht hatte, beim Antritt seines eigenen Nagidamtes durchzusetzen sich veranlasst gesellen hat? An Macht dazu hat es ihm ebensowenig wie an Entschlossenheit gefehlt, Sind doeli der Einrichtungen, die im religiösen Leben wie im Ritus der egyptischen Juden aufseine starke Hand zunickweiscn, eine ganze Anzahl überliefert M. Wenn das Stillschweigen seines Sohnes etwas beweist, ״so würde, es freilich den Anschein haben, als ob an den dreijährigen Cvelus der Synagoge der Palästinenser in Alt-Kairo und ihre sonstigen Präuche auch Mnimüni, als er die Macht dazu besass, nicht gerührt hatte. Glossen za Gross’ Gallia Judaica von A. Epstein. In ■..Gallia Judaica1״ hat der Verfasser ein überaus reiches Material zusammengetragen , welches in den verschiedensten Werken der gedruckten Litteratur verstreut war und theilweisein Handschriften ungehoben ruhte. Das Werk ist topographisch und nach den hebräischen Penennungen der Ortschaften alpha־ hetisch geordnet. Der Verfasser identiticirt zuerst die hehr. Penemnmg der Gemeinden mit dem geographischen Namen, giebt einen Umriss der politischen Geschichte derselben, und geht schliesslich •1zu der litterarischen Thätigkeit der Autoren über, welche in der betreffenden Gemeinde gelebt und gewirkt haben. .Meine Glossen werden sich auf den literarhistorischen Theil des Werkes, und zwar hauptsächlich auf denjenigen, der die literarische Thätigkeit der n 0 r d f r a n z Ö s i s c 11 e n Juden zum Gegenstände hat, beschränken. Die Nordfranzosen nehmen in der Literaturgeschichte der Juden Frankreichs die hervorragendste Stelle ein. Freilich *) Kobez I No. 140—50; vgl. Gei gor, Wissenschaftliche Zeitschrift II. 246—54.