Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Handschrift zum Jonathantargum des Pentateuch, Add. 27031 des Britischen Museums
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 455 (sequence 2)
- Language
- German
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Die Handschrift• ,/um Jonathantargum des Pentateuch. 405 natzi‘ ״Zum Fragmententargum* in dieser Zeitschrift, S. 345, Amu. 2 imtergelaufcneu Irrthum zu beseitigen. Er sagt, (lass für Pseudojonathan Handschriften gänzlich fehlen, und vorwrist dafür auf <*iuti Mittheilung von Herrn M a rgn 1 io ut 11 in London, nach welcher die Pseudojonathan-Hundschnft des Britischen ]Museums eine Abschrift aus der Waltonschen Polyglotte sei, und auf meine ״Dialektproben* S. 35. Nun erweise ich dort, dass jene Handschrift nicht diejenige gewesen sein kann, nach welcher Bragadin 15!) 1 (nicht 15!)0, so Bassfreund ״Das Fragmenten־Targum zum Pentateuch* S. 40 des Sonderdruckes);Pseudojeiiathan druckt(‘ Damit ist gegeben, dass sie auch keine Kopie aus der Walton’scheu Polyglotte ist, welche doch keinen neuen Text fiir jenes Targum enthält. Zudem trägt die Handschrift einen Vormerk des (Jensors Dominien lrosol. J) vom Jahre 15513 (oder!)8) und ist also auch deshalb keine Kopie aus der Walton־ sehen Polyglotte vom ,Fahre 1057. Audi Uev. (f. Margoliouth weist schon in seinem Katalog vom J. 1893 die Handschrift dem 10 Jahrhundert zu, und schreibt mir am 21. Mai, dass Dr. Ginsburger’s Berufung auf ihn auf einem Irrtlmme he־ ruhen müsse, da er über (Jod. add. 27031 mit mir völlig einer Meinung sei. Uebrigens hat mir meine Durchmusterung jener Handsehrift gezeigt, dass ihr Text von dem des ersten Druckes nicht sehr weit abliegt Selbst offenbare Versehen finden sich in beiden Doch wage ich nicht zu behaupten, dass eine nachlässige Kopie der Handschrift, welche vokalisirt wurde, die Vorlage des Druckes gewesen sei — Die Vokalisation ist in diesem Targum jedenfalls erst ■spät dem anvokalisirten Text hinzugefugt worden, wie die Verwendung des doppelten Jod und Waw und der Matres lectionis für kurz(* Vokale im ersten Drucke beweisen. Nebenbei entschuldigt der Herausgeber des Druckes sieb im Nachwort angelegentlich wegen (1er Druckfehler, weiche der Leser finden werde. Die Vorlage war also wohl besser als der Abdruck. Ein neuer korrekter Druck des uuvokalisirt.cn Textes nach der Handschrift wäre sehr zu wünschen. Da die Handschrift trefflich erhalten und gut geschrieben ist, ') Mein Exemplar <le8 römischen Mach/.or (Bologna. 1040! zeigt, zafällig den Vermerk desselben Censors von 1098. Oowiuico Irosnlinüt&no ist (fer bekannte Iiedactor des Canon expurgatioins vom Jahre 1596, 8 A. Berliner. Censur un-1 Confiscation hebräischer Bücher im Kirchen- Staate (1891) S. 9, 21, 58 f.