Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Assyriologische Studien
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 3)
- Language
- German
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Assyriologisehe Studien I. 195 (1. h. Babyloniens, dessen Stammheld war, mul ferner (ib. 10, 22) als semitischer Abstammung bezeichnet; denn die‘ Sprach(‘ der Assyrer sowohl, als deren Typus sind scmitisch. — Assyrien wird als Grenzland der Wohnsitze der Ismaeliteu im 1 B. M. (25, 18) nur noch einmal erwähnt.. In Exod. und Bevit. wird Assur nicht genannt. Die Stellen Xum. 24, 22, 24 haben den Ooimnentatoren zu allerlei Vermutungen Anlass gegeben; eine befriedigende Erklärung wird sich wohl kaum finden lassen. Die Erwähnung Assurs im Zauhersprucli Bil-am’s (auf di«* Zusammensetzung בל und עם ist wohl zu achten, denn hier liegt wohl der (!oft. Bel vorstockt) mit Beziehung auf die Kittaer und Keniter gab schon d(*n alten Erklärern (vgl. Ihn Esra z. St.) zu denken. Die Auseinandersetzungen Schräders in KAT2 (S. 157 ff.) sind wohl das einzig Sichert*, was sich sagen lässt., Jedenfalls liegt 111 dem orakelhaften Ausspruche eine deutliche Anspielung auf di(' bekannt(* Vorherrschaft Assyriens, welche, demjenigen, der mit d«*r Entwicklung dieses Weltreiches und s('im‘1* Kulturgeschickte oinigermassen v«*rtraut ist, nicht fremd geblieben sein kann. 1 >ie hl. Schrift, weist durch Form und Inhalt beständig aur Babylonien hin ... sowie überhaupt die ganze/ israelitische Oivilisation überaus zahlreiche, und deutliche Berührungspunkt«* mit der assyrisch-babylonischen aufweist1'). Das Buch Genesis zumal wird ohne Kenntnis der bahylonischeu Litterutur nur lückenhaft verstanden werden können, wenn dieses Verständnis ein wissenschaftlich-kritisches sein soll und man von dem religiös-moralischen Inhalt dieses .Budies abstrahirt. Es ist emleuchteTid, dass die indirecten Beziehungen auf Assur und Babel im Pontat. sehr zahlreiche sind; für dieselben mag auf Schräders KAT2 hingewieseu sein. Ganz anders gestaltet sich das Verhalfcniss bei den prophetischen Schriften der hlf S.; hier befinden wir uns auf geschichtlichem Gebiete; die Natur der Sacht* .fordert hier Klarheit «lm״ historischen Beziehungen. Die Angaben und Daten der Id. Sein*, waren bekanntlich bis zu der Zeit der verlässlichen Interpretirung der Keilsehriftfcexte fast ausschliesslich nur durch die griechisehen Historiker zu ergänzen. Doch seit der epochemachenden Arbeit Schräders waren Bibel und Keilinschriften nicht mehr zu trennen. Jetzt, dreizehn Jahre nach dem Erscheinen der zweiten Auflage von KAT, *) Winckler, Geschichte Israels (1895) S. 123 u, ö. 13♦