Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Ein Commentar zu Nummer 10 des Kuntras ha-Pijutim
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 2)
- Language
- German
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140 Kin Commentar zu Nummer 10 des Kuntras ha־Pijutim. die Traclate דרך ארץ und צדל p wie auch ausführliche Erklärungen zu den יוצרות der Sabbate, worauf die Kegeln für kalendarische Bestimmung der Feste folgen. Kurzgofasste Regeln über שחיטה und ein Fragment des כתר מלכות beschliessen den Codex. Die Handschrift gehört dem XIV. bis XV. Jahrhundert an und weist nach Deutschland. Der Schreiber, dessen Name unbekannt ist, scheint die Compilation des Ascher b. Jakob aus Osnabrück abgeschrieben zu haben 1), aber auch selbst ein Gelehrter gewesen zu sein, der oft und erfolgreich mit den angeführten Meinungen polemisirt1 2). Geist und Richtung des Commentars sind mystisch-kabbalistisch. Wie in der heiligen Schrift, so gebe es auch in den Gebeten nichts Ucberflüssiges. Die Massora der Gebete wird ״begründet, die Zahl der Worte und der Buchstaben genau angegeben und geheime Anspielungen und Relationen zu Bibelversen und Gottesnamen werden eifrig gesucht. Es fehlt daher auch nicht an gehässigen Ausfällen gegen die Franzosen und Engländer, die den Text der Gebete nicht rein erhalten, sondern willkürlich geändert haben3). Zumeist werden die sonst nur spärlich bekannten פודות des Ephraim b. Jakob יתהלך לפני ה׳ כארצות החיים - ] יליב״ח] aus Bon״ benutzt, alle anderen angeführten Autoren reichen nicht über das Ende des 13. Jahrhunderts hinaus, so z. B. R. Elieser b. Jacob b. Kalonymos; R. Jehuda ha-Chassid, R. Abigedor, u. s. w. Audi wird öfters der Siddur Rasehi's erwähnt, dessen sämmtliche Citate in M. Vitrv erhalten sind4). Uebrigens weist dieser Commentar viele Parallelstellen auf mit dem durch J. Perl es in der Monatsschrift 1876, p. 368 ff. beschriebenen Manuscript der Münchener Hof und Staatsbibliothek. In dem Commentar zu den יוצרות werden früliere Autoritäten, mit Ausnähme des Abraham b. Samuel לוכד צולם יהיה צדיק״] לעיץ, 112. 6] und dessen Vater Samuel, nicht erwähnt. 1) Näheres über ihn bei Zunz, Ritus, S. 195, Perles Monatsschrift 1876, S. 372. Ders. Griitz: Juhelschrift S. 2 u. 18 ff. Kaufmann, Monat«;- schrift 1885, S. 232. *) So z. B. p. 56a, wo davon die Rede ist, dass man an ים׳ שחל לדדות בשבת nicht במד מדילקיץ sagte, da an Feiertagen das Yerbot des מידע und מעשר־ nicht besteht: ולמעתיק גראד. שאין טעמו גדאה שאפילו במקום שאץ מעשריץ אומדים אותו לפיכך לא שנא לאומרו בץ בערב שבת בץ ביום טוב . *, und so noch öfter. 3) S. Perles a. a. 0., Kaufmann J. Qu. R, IV, 35. 4) So bietet uns die Hsohr. auch werthvolle Varianten zum M. V,, so z. B. im § 22 des M. V. ist statt des schweren להשמדתו richtiger •לבש אברהם מדתו של הקפיד zu lesen u. 8. wc