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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 3 · p. Seite 141

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1896-01-01
Page
Seite 141 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen. 141 vorkommenden Erklärungen sich im Onkelos lmuiig wiederiiuden tp. 00). Ob aber daran« für das höhere Alter dieses Targuius geschlossen werden könnte, erlauben wir uns zunächst zu bezweifeln, so lange Herr Friedmann uns nicht den Nachweis liefert, dass nicht nur die eine oder andere, sondern alle mit דבר אחר in Sifre und Alechilta eingeieiteton Erklärungen älteren Ursprungs sind, als die anderen. Aber selbst zugegeben, erscheint uns diese .Schlussfolgerung FriedmaniTs mit seinem Standpunkte p. 79 im Widerspruche zu sein. Herr Friedmann fertigt nämlich dort moino in Beth-Talinud Jahrg. 11 und III und von ]berliner in seinem Targum Onkelos II geführten Nachweise, dass Onkelos in der Halachu nicht etwa im Einzelnen, sondern fast durchgehend mit R. Akiba übereinstimmt und auch in den wenigen von R. Akiba abweichenden Stellen nur dem halaehischen .Standpunkte dieses Zeitalters entspricht — mit der bei einem Gelehrten wie Friedinann jedenfalls aulVallend naiven llomerkung ab, dass man selbst mit einem R. Akiba in einzelnen Dingen congenial sein könne, und dass man sich in Ideen und Anschauungen mit ihm begegnen könne, ohne mit ihm in Berührung gekommen zu sein. Warum sollte also der ältere דבר אחר nicht auch mit einem späteren Onkelos ,,congenial“ sein können und sich in Ideen und Anschauungen mit ihm begegnen, 01111c jo mit ihm in Berührung gekommen zu sein? Wir aber geben Friedman 1t darin Recht, dass die häulige Echereinstimmung des Targuius mit dem דבר אחר in Sifre und 3Iechilta auf eine gewisse zeitliehe Beziehung derselben zu einander weist, und bleiben auch deshalb conseqaentenveise bei unserer Annahme stehen, dass der sogenannte Onkelostargum im Allgemeinen der Zeit des R. Akiba angehört, was natürlich nicht ausschliesst. dass einerseits seine Anfänge in dio Zeit des R, Elieser und R. Josua zurückreielien und dass er andererseits auch später noch manche Aenderungen. und Zusätze erfahren, was ich übrigens in meiner Abhandlung Beth-Talmud 11 p. 2N4 auch ausdrück־ lieh ira Gegensätze zu Eiiedmann p. 124 bemerkt habe. Es würde daher unsere Beweise für den Einfluss der Schule Akibas auf unser Targum nicht abschwäehen, selbst wenn die von Friedinann p. 79 Note 1. angeführten Stellen des Targum der Lehre Eliesers im Gogensntzo zu Akiba folgen würden. Thatsächlich ist dies aber nicht der Fall. Friedmann meint, dass er im Onkelos 2. B. 31. IG. 29 anstatt, לא יפרק אישי מאתריה nach der Lehre Akibas Tiber das mosaische Verbot der Sabbatgrenzen heissen müsste מתחומה. Das wäre aber einfach eine falsche Uebersetzung, da תחום im Targum die Uebersotziing von גבול und nicht von מקום ist. Thatsächlich hat auch Jon. an dieser St• •Ile מאתריה beibehalten. Schliesslich hat R. Akiba seine Lehre über die Sabbathgrenze von 2000 Ellen nicht dieser Stelle, sondern Num. 3f> entnommen, (s. Sota p. 27b). Die Combination mit Mecliilta durch eine woitverzweigto ג״ש gehört nicht R. Akiba an, sondern R. Chisda (Erubin p. 51a). 5. B. 31. 21, 13 ,ותבכי ית אבוד widerspricht nicht dor Lehre Akibas, die mit Berufung auf Jevemia אמרים לעץ אבי אתה unter Vater den Götzen verstehen will. (s. Sifre das.). Jon, hat die Deutung Akibas mit על מעות בית אבו׳ nur dem Sinne nach, aber nicht wörtlich genau wiedergegeben, d. B. M. 21, 7 אתתא מטעיא kann nicht im Sinne Eiicser’s Jebamoth Gib sein, wo Elie.sor sagt זוגה בשמה. in diesem Sinne hätte Onkelos זניתא übersetzen müssen, was dein üblichen Targum für נאף entspricht, (s. Levys Targum zu den entsprechenden Artikeln). 2. B. M. 22, 27 דיעא לא תקיל ist wie R. Akiba nach Mechilta zur Steile, welche von Friedmann vielleicht unrichtig nach Sanhedrin GGa emendirt wurde.

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