Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Ein Jahrhundert einer Frankfurter Ärztefamilie
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2829132-2829696-2829700-2880315--27579-2880361- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
132 Ein .Jahrhundert einer Frankfurter Aorztefamilie. Zeitlang aus dem Gefangniss im Bornheimer Thurm, in das er in Folge der Klage eines Gläubigers geratlien war, unter Begleitung des Kerkerbeschliessors, in Frankfurt damals Kichter genannt, und von Soldaten freilich, seine Kranken besuchen du rite. Er soll seine unfreiwillige Müsse hier auch zur Abfassung eines dicken Buches von der Mediein, das er nachmals in Druck zu legen beabsichtigte, benutzt haben1). Gut mann Wolf Buxbaum, der jüngere der zwei Söhne Benjamin Wolfs, hatte eine glücklichere Laufbahn, Dem Vater gleich geehrt und geliebt, in Folge seiner hohen Bildung und tüchtigen Faehkenntniss viel gesucht, nahm er in Stadt und Gemeinde eine angesehene Stellung ein, aus der mir sein im Jahre 1770 erfolgter Tod ihn reissen konnte״). Eino Zcitlang hatte er mit seinem Sohne Amschel, dom Namensträger seines Grossvaters, zusammengewirkt. Dr. Amsehel Gutmann Buxbaum hatte, während sein Vater noch nach Leyden hatte pilgern müssen, um das Doctorat der Mediein zu erlangen, bereits an einer deutsehen Universität den Doctor״ titoi erwerben dürfen, im »Jahre 1720 wurde er ׳in Giessen auf Grund einer Dissertation promovirt, dio den Titel führt: Theses mcdicae de febri miiiari puerperarum^). Allein es war dem Vater nicht gegönnt, sieh lange des Zusammenwirkens mit seinem Sohne zu erfreuen, da Amschel‘Buxbaum boroits am 10. August 1743 vor der Zeit durch den Tod hinweggonommon wurde 1). 0 Scluiüt IV, 2, IS.'). -״) Horovitz a. a. 0. 34, n. 1. Die Angabe über seine angeblich Giesscnor Disseration: Tentamcn theoretico-practicum haemorrhagiao uteri 1720 muss auf einem Jrrthurn beruhen. .ludmann’s am 2. Tago Succoth, d. 1. 20. September 1747 verstorbene Tochter Channa war an Abraham Jessel Kolm in Frankfurt verheirathet, s. ihre Grabschrift No. 2570. 3) Die von Horovitz p. 33, n. 3 genannte Dissertation des Anselmus Guthmann Buxbaum, die nach dem Cataloguo of printed books im British Museum vorhanden ist, habe ich in den Universitätsbibliotheken von Bonn, Giessen und Göttingen vergeblich gesucht. 4) llorovitz il>. Die Eingabe der Judenärzto an den Rath, auf der Vater und Sohn Gutmann Wölfl, und Amschel Guttmann neben Beer Liobmann unterzeichnet sind (Med. XX'UI, 86 if.), datirt von 1738. Seine Grabschrift No. 2465Tautot:' הרופא מומחה היד, הנעלה ר׳ אנעדל צו בור,שבדם בן היה הישיש הנעלה כהר״ר יודמן רופא סגיל נו״נ יום ד׳ [ה״•:lies] כיה אב תק״ג לפיק על וה אתקונן (ה)[ב|מהקוכ:ים שגפ׳ רף בשנים וג־ח . ברפואות לדלים ולעניים ב־ז תגצביה.