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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 3 · p. Seite 109

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 3
Article
Aus den talmudischen Randnoten des Herrn Rabbinatspräses S. L. Brill in Budapest
Date
1896-01-01
Page
Seite 109 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Blau, talmudische Randnoten. 109 sara 35a; 43a; KEdduschin 71b. Einige Stollen sind schon im Aruch radix גלף verzeichnet. 49 a. Joab sagt in dem Verhör mit seinom Richter, Abnor habe nicht das Recht gehabt, Asael zu tödten, da er sich von ihm schon durch Verletzung eines seiner Gliodmassen hatte befreien können. Auf die Entgegnung des Richters, Abner hatte nicht die Geschicklichkeit einen derartigen Streich zu fuhren, erwidert Joab: השתא כדופן חמישית כיון ליה דכתיב (שמואל; ב׳ ב׳ כ״ג) ויכהו אבנר באחרי החנית אל החמש וא״ר יוחנן בדופן חמישית במקום שמרה וככר תלויין בו באחד מאיבריו לא יכיל ליה?. Das hat den Anschein, als hätte Joab die Worto des R. Jochanan citirt. Die Stelle ist so zu verstehen: Jochanan habe II. Samuel 3, 27 שם החמש Tim in der angegebenen Weise erklärt, wie auf derselben Seite des Talmud zu lesen ist, folglich ist in Joabs Worten החמש ebenfalls so zu verstellen, d. h. וא״ר יוחנן etc, ist vom Talmud eingefügt. Raschi scheint nicht diese Erklärung zu geben. 57b. Nach 58b darf ein נח p seine eigene Tochter eheliehen. DioTosafoth stellen nun die Frage, warum dem Lot seine Tliat übel ausgelegt wird, und meinen, die heilige Schrift habe auch solche Vergehen getadelt, welche erst in Zukunft bei der Offenbarung verboten worden sind. Lot"s That ist also auch auf Grund des späteren Verbotes gebrandmarkt worden. Nach dieser Ansicht kann eine andere Frage der Tosafoth, Baba bathra 141a בת היה לו ובכל שמה, beantwortet werden. Es wird hier nämlich gefragt, warum Abraham seinem Sohne Isak nicht seine Tochter בכל (Genesis 24, 1) zum Weibe gegeben, da nach Sanhedrin 58b dios von der Offenbarung nicht verboten war: טי מותר באחותו? Die Antwort liogt nach dem Voraufgehendeu auf der Hand. 65b. עיגלא תילתא erklärt Raschi: גדול כאלו הגיע לשליש שניו וגמרה גדולתו וכר לשנא אחרינא שהוא טוב ובעל טעם כאלו הוא שליש לבטן, also ein bis zum Drittel seiner Jahre gediehenes, oder ein drittgeborenes Kalb. Erubin 63 a hingegen widerlegt Raschi selbst die von ihm hier gegebene zweite Erklärung aus eben dieser Stelle דדתם מאי שלשי לבטן איכא, da dieses Kalb von Chanina und Oschaja durch Wunderkraft geschaffen worden? — Den Ausdruck עיגלא תילתא findet man noch Chuliin 133a; Sabbath 136a; Megilla 7a giebt Raschi blos: .(!שלישי לבטן ג) Vgl. Lambert, Revue des Etudes Juives.

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