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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 2 · p. Seite 66

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 2
Article
Das apokryphische Esrabuch
Date
1896-01-01
Page
Seite 66 (sequence 18)
Language
German
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Das apokryphisohe Ksrabuch. Oft im 111. Esra gebrauchten Ausdruck, den er zu vermeiden scheint, einen synonymen setzt, und warum er zum Beispiel ganz andere Musikinstrumente nennt, so führen uns diese, wie auch andere, im Wortlaute der Beschreibung walirzunehmende Erscheinungen auf einen ursprünglich hebräischen Urtext, der freilich dem Josephus bereits in einer griechischen Bearbeitung Vorgelegen haben dürfte. Wir stehen in diesem Kalle vor der gleichen Frage, wie sie über das Verhältniss des Josephus zum ersten Makkabäerbuclie gestellt und von Bestinon1), der bei der Nebeneinauderstellung der beiden Berichte genau dieselben Wahrnehmungen machte, bereits eingehend erörtert wurde. Da feststeht, dass das I. Makkabäerbuch hebräisch abgefasst war, so erklärt sich die That- Sache: ״ein gewisses Bestreben, selbst gut griechische Ausdrücke des I. Makkabäerbuches zu vermeiden und durch synonyme Wendungen zu ersetzen,u auf das Einfachste aus der Benützung des Originals. Das Gleiche gilt, wie mir trotz vielfacher Bedenken scheint, von der Erzählung vom Pagen- Wettstreite, besonders aber von der Schilderung der Wahrheit und von den auf dieselbe folgenden Theilen. Es ist jedoch andererseits nicht zu leugnen, dass die Geschichte über den Wettstreit der Pagen den Eindruck macht, dass der Verfasser ein Grieche war und sich über Persien aus Xenophon verwandten Quellen unterrichtet hat‘-), während der Urheber der uns im III. Esra vorliegenden Erzählung vom Siege des Serubabei und von der Entlassung der Juden den fertig Vorgefundenen Bericht über den Wettstreit der drei Leibwächter als Grundläge für seine Darstellung über Serubabei und den Auszug der Juden aus Babylon verwendete und die Ausführung über die Macht der Wahrheit und die den Tempel betreffenden Anordnungen des Königs daraus hiuzufügto. Was diese enthalten, soll die folgende Untersuchung lehren. . (Schluss folgt.) D Dio Quellen <108 Flavius Josephus, Seite 77 ff. -) Dio Abfassungszcit dieser Erzählung mit Sicherheit feststellen zu wollen, ist ein sehr gewagtes Unternehmen; der Namen der Frau des Königs, Apamo, die Tochter des Bartacus, für den Josephus Apame, Tochtor des Kabezakes 6 WejwisioG darbiotet, giebt keine Handhabe zur Zeitansetzung (s. Lupton zur Stelle), abgesehen davon, dass Josippon בת אכשיאוש המקדתי אפומניאד., ed. Constantinopel המלןדוני־אפנראה בת אקשיוש hat, worin Axios, der Maccdonier, oder etwas Aehnhches sich birgt. Wenn eine Vermuthung gestattet ist, 80 würde ich, von diesen Namen als fmgirten völlig absehend, in der Beschreibung der Macht des Weines und der Frau eine Satyre auf Antonius und Kleopatra von einem Hellenisten in Aegypten vermuthen, ohne freilich auch nur den geringsten Beweis dafür erbringen zu können.

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