Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das apokryphische Esrabuch
- Date
- 1896-01-01
- Page
- 49 (sequence 1)
- Language
- German
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Das apokryphische Esrabuch. Von Prof. Dr. Adolf Bächlor. _ (Fortsetzung.ו c) Josippons Bericht über Darins uiul Cyrus. Wie schon Trieber (;1. a. 0.) bemerkt und nachgowiosen hat, bildet den ersten Abschnitt des echten Josippon die mit Cvrus und Darias beginnende und mit Alexander des (}rossen Anwesenheit in Jerusalem schUessende Schilderung, die schon in der ersten Ausgabe dieses Werkes von zwei, später hinzu־ getretenen fremden .Erzählungen eingesehlossen wird, oben von der sagenhaften Goschichto der Völker und Städte, vornehmlich Roms, unten vom Alexariderroman. Dagegen stellt sieh das von diesen beiden Interpolationen begrenzte Stück als ein fortlaufendes, zusammenhängendes Ganzes dar, desson einzelne Bestandtheilo uns zum grossen Tkeile aus der apokryphischen Litteratur bekannt sind. Wir finden nämlich Folgendes geschildert: don Sturz Babylons, die Einführung Daniels bei Darius, Daniel in der Löwengrube, seinen Kampf gegen .Bol und den Drachen, seinen Abschied von Darias and die Einlührung Serubabels, den Pagen Wettstreit, die Entlassung der Juden aus der Gefangenschaft, dio Einweihung des Tempels durch Esra und Nehemia, die Auffindung des heiligen Feuers, — verschieden von II. Makkab. 2, — den Kampf des Cyrus gegen die Scythcn und seinen Tod, die im Buche Esther beschriebene Begebenheit in gedrängter Kürze, umso ausführlieber den Traum Alordechais, dessen Gebet und das Esthers, schliesslich die Begegnung Alexanders mit dem Hohenpriester — verschieden von Josephus. Aus dieser Inhaltsangabe wird ersichtlich, dass der Verfasser dieser Zusammenstellung ailo Ereignisse vom Auftreten des Cyrus bis auf Alexander Schilden! wollte und seine Erzählung' auf Grund der ihm zu Gebote stehenden Quellen gegeben hat. Ist uns auch keine Paralielo zu seiner Geschichte der Tempelgefässc bekannt, so können wir aus dem Umstaude, dass alle übrigen Theile der umfangreichen Be- Schreibung sich in der Bibel und in der apokryphischen Litteratur belegen lassen, mit grösster Wahrscheinlichkeit schliessen, Monatsschrift, 41. Jahrgang. 4