Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 12 (September 1896)
- Article
- Geschichte und Annalen der Dyhernfurther Druckerei
- Date
- 1896-09-01
- Page
- Seite 571 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte und Annalen der Dyhernfurther Druckerei. 571 Leopolds1) drucken. .Andere Unternehmungen "blieben in den Anfängen stecken. Von dem Commentar, den David ans Zülz zun! ם׳ מנלד. עמוקות des R. Nathan Spiro drucken lassen wollte, erschienen 1707 nur die Approbationen2), und von den hebräischen Gebeten, welche der Superintendent der Angsburgischen Confession in Wohlan, Tobias Linck3), zur Verbreitung der Kenntniss des heiligen Urtextes unter seinen Glaubensgenossen verfasst hatte, gar nur das Titelblatt. Die Vollendung des Oommentars zu den Baboth aber,, den R. Chajjim b. Joseph aus dem heiligen Laude herausgeben wollte, wurde durch die Feuersbrunst von 1708 gestört, nachdem der weitaus grösste Theil des Buches bereits gedruckt worden war4)״ 1) Betitelt: רדד ל.נשר. Das Deutsche wurde wahrscheinlich in Breslau gedruckt. N. Büchers, IX, 699. XIV, 94: Preis 3 Gr. W. I. III, 538. St. C. B. 7266, 1. OS. 457 ד.) Geber das au diesem. Liede begangene Plagiat s. Schudt, jüd. Merkwürdigkeiten, Anh, zum 4. Theil, S. 46. 2) Der Comm. war betitelt: לבדי נתן Der Verl, desselben, David b. Mose aus Zülz, lebte damals als Bibliothekar bei E. David Oppenheim in Prag. (N. Büchers. XIV, 98 f. W. I 475 vgl. 507 und I III 1733). Die Approb. waren ausgestellt von David Oppenheim in Prag und Gabriel b. Jeh. Loeb in Nicolsburg. Später lebte er als Zülzer Schammes in Breslau, (vgh z. B. Stadtarchiv Klose NNN 502) und wurde am 3. Januar 1737 provisorisch und am 17. Juni 1738 definitiv als jüdischer Briefträger angestelLt (Staatsarchiv P. BresLan I, 9 Post zu Breslau 2), Daliehen betrieb er einen Handel mit hebräischen Büchern (vgl. Landsberger im Jahrg. 39 d. MS., S. 190). 3) Oder ״Linke‘‘ aus Lauban. Er vertheidigte 1703 in Königsberg seine Dissertation über die wunderbere Speisung der hundert Mann II. Kö. 4, 42 ff. und starb am 14. Septbr. 1711 (vgl. die vier Trauerlieder, die die Bresl. Stadtbibi, aufbewahrt). Das Titelblatt s. hebr, Geb.- Samml. ist abgedr. im N. Büchers. IX, 711 vgl. das. XIY, 97 und W. I. UI Nr. 657. d) Vf. d. Commentar3 war der Vater des Herausgebers (Mitth. Berel Nathans an Unger, abgedr. im N. Büchers. XXIV. 843: ספר שכרת חיים לר׳ חיים בן יוסף הוא המחבר שדדה רצונו לדפוס בדירן פורט הספר של אביו ולא שלו דדה ואף חמי וקני בעצמי אינו יודע הדך דדה דעתו של המחבר ר׳ חיים בן יוסף לקרוא הספר של אביו עד גמ^י הספר ולא כנמר־ בעוונותינו הרבים). Hundert Poliobogen waren bereits fertig, und nur noch etwa 20 zu drucken* als kurz nach dem Pessachfesto 1708 eine Feuersbrunst 8 am intliehe vorli. Exemplare bis auf eines, welches E. Schabtai nebst dem Autograph d. Vfs. besass, vernichtete. (N. Büchers. IX, 701 vgl. Anm. auf S. 703. W I Nr. 597). Den Herausgeber erwähnt auch der Breslauer Pastor Caspar Neumann (geh. zu Breslau 14. IX. 1648, gest. als Mitgl. d. Akad. d. Wissensch. in Berlin 27. I. 1715) in einem Briefe an Leibnitz, d. d. 12 Jan. 1707 mit den Worten: ״Doch habe ich das vergangene Jahr ohngefähr einen berühmten Eabbi, Chaijim genannt, des E. Joseph Chasan Sohn, zu mir bekommen, der in Smirna geboren, zu Jerusalem aber lebte und niemals in Europa gewesen war, gleichwohl aber zu unserer grossen Verwunderung in der Aussprache mit uns