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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-09-01 · Heft 12 (September 1896) · p. Seite 538

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 12 (September 1896)
Article
Die Chronik des Achimaaz von oria (850-1054)
Date
1896-09-01
Page
Seite 538 (sequence 10)
Language
German
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538 Die Chronik des Achimaaz yon Oria. Und wirklich erlosch noch in demselben Jahre auch Paltiers Lebenslicht. Wenn man annehmen durfte, der sagenhaften Erzählung liege ein Kern geschichtlicher Wahrheit zu Grunde, so dürften wir das Todesjahr PaltieTs dadurch als 976 zu bestimmen vermögen. Denn am 10. Januar dieses Jahres war in Constantinopel Kaiser Johannes I., kaum 51 Jahre alt, an Gift, das er auf der Heimkehr von seinen Eeldzügen in Mesopotamien und Syrien erhalten hatte, gestorben1). Und im September desselben Jahres schied auch zu Bagdad der Chalif Rokn ed-Daulah aus dem Leben2). Paltiel, der keinesfalls lange das Vertrauensamt bei Alaziz bekleidete, das A-lmuizz ihm vererbt hatte, ward von seinem Sohne Samuel in Jerusalem bestattet. Als der Sohn sich entschloss, den Leichnam des Yaters nach dem heiligen Lande zu bringen, gedachte er auch seiner vorher bereits verstorbenen und noch *in der egyptischen Erde ruhenden Angehörigen, seiner Mutter und des Onkels seines Yaters, Chananels. Dem Vater gleich von fürstlicher Wohlthätigkeit, soll Samuel hei dieser Gelegenheit fromme Stiftungen in der Höhe von 20 000 Drachmen errichtet haben, deren die Armen der Gemeinden weit und breit, die Lehrhäuser in Jerusalem wie in Babylonien theilhaftig werden sollten. Achimaaz aber begeistert das Andenken seines grossen Verwandten zu einer Elegie auf Paltiel, in die er, nachdem er die Buchstaben des hebräisehen Alphabetes zwei Mal in den Anfängen ihrer Verse erschöpft hat, auch seinen eigenen Naraenszug zur bleibenden Erinnerung einwebt. Samuel b. Chananel. Die Kunde von seinen egyptischen Verwandten war mit Samuel, dem Sohne des Paltiel, offenbar erloschen. Von dem Samuel jedoch, dem älteren Sohne ChananeFs, der in Capna mit Albavera sich vermählt hatte, weiss Achimaaz uns noch Näheres zu berichten. Das Geburtsjahr Samuels 940, das uns angegeben wird 3), stellt sich zwar als irrthtimlicli heraus, da sein Yater, wie wir gesehen haben, erst später in Benevent 1) Vielleicht ist p. 130 Z. 1 statt חמי, היוד zu lesen: חוגי היוד» Die LA. רומי היוד ib. n. 1 ist als leerer Pleonasmus abzuweisen. חוגי (vgl. חוד המעגל) kann sehr wohl den Namen Johannes vertreten. 2) Weil, a. a. 0. 221. a) P. 132 z. 16: ובשנת ארבעת אלפים ־ושבע מאות. Offenbar fehlt bei dieser auffällig' runden Zahl die nähere Angabe der Zehner und Einheiten.

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