Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-09-01 · Heft 12 (September 1896) · p. Seite 533

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 12 (September 1896)
Article
Die Chronik des Achimaaz von oria (850-1054)
Date
1896-09-01
Page
Seite 533 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2829132-2829682-2829695-2880188--27369-2880202
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Die Chronik des Achimaaz von Oria. 533 Tochter Esther kennen lernte, beschloss e1\ sie zu ehelichen und in Benevent sich niederzulassen. Vier wackere Söhne entsprossen dieser Ehe, Samuel, der Erstgeborene, Sabbatai, Papoleon und Chasadja. Erst als die Söhne halbwegs er״ wachsen waren, scheint Chananel wieder die Rückkehr zu seinem Neffen Paltiel angetreten zu haben, der in stets wachsendem Ansehen, am Hofe des Chalifen von Jalir zu Jahr mittlerweile in seiner Stellung sich nur noch befestigt hatte. Den jüngsten Sohn Chasadja nahm der Vater nach Mahdieh hinüber. Der Aelteste, Samuel, war in Italien verblieben, wo er in Capua sich niederliess, und eine Fran heimfühlte, deren Namen Albavera die Heb erlief er ung festgehalten hat. Sabbatai und Papoleon, die zwei mittleren Söhne Chananehs, scheinen in der Blüthe der Jugend ihr Leben eingebüsst zu haben. Der Fürst von Amalh soll die beiden Jünglinge dazu ausersehe 11 haben, die Ueberbringer eines Geschenkes zu sein, das er an ihren am Chalifenhofe so mächtigen Vetter Paltiel wollte gelangen lassen. In jugendlichem Uebermuike erklärten sie den Schiftern, die es übernommen hatten, die Ueberftdirt nach Afrika mit ihnen anzutreten, dass sie kraft des geheimen Goltesnamens t), den sie in die Wogen auf einem Pergament״ streifen werfen wollten, noch heute Nacht die afrikanische Küste erreichen würden. Nur sollten die Schiffer darauf Acht haben, dass der Schlaf die ־wunderthätigen Reisenden nicht überfalle. Dieses Aufleb sei dunkler Mysterientunst, in der einst ihre Ahnen sich so hervorgethan hatten, sollte den Jünglingen verderblich werden. Kaum hatte der gefürchtete Schlaf sie überwältigt, als sie mit den Schiffern aus dem Schiffe in’s Meer gestürzt wurden. Das Schiff aber flog rastlos gleich jenem Fahrzeug der Sage, das nicht landen kann, von Küste zu Küste, nach Spanien und Narbonnne, nach Constantinopel und Ancona, bis es am Gestade von Amalh. zerschellend zur Ruhe kam. Paltiel war noch zu grösseren Ehren aufbehalten. Auch die letzte seiner Weissagungen, die vom dritten Reiche, das Almuizz noch Zufällen würde, sollte glänzend in Erfüllung gelien. Wie ein Saatfeld, das der Sichel entgegenreift, war Aegypten seit Jahren bereits von seinem Grenznachbar Almuizz angesehen worden, für den es nur eine Frage der Zeit war, געשה שם ונלך בבהלה (ג, p. 127, Z. 29. Vgl. die Erzählung von der Flucht Nachmanik auf dem Kahn durch שם ל! ביצת הדרך bei Gedalja Ibn Jach ja ׳שלשלת הקבלה, ed. Venedig, f. 55 b.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.