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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-08-01 · Heft 11 (August 1896) · p. Seite 527

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 11 (August 1896)
Article
[Rezension]
Date
1896-08-01
Page
Seite 527 (sequence 2)
Language
German
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Besprechung. 527 Leben und Schriften I. Ch.’s sich bezieht. Dass auch handschriftliches Material hierbei vielfach zu Käthe gezogen wurde, erhöht den Werth der Arbeit um ein Bedeutendes. Die Ckarakterisirung und Würdigung I. ChPs als Bibelexeget und Grammatiker ist, soweit das spärlich vorhandene Material es gestattet, p. 26—44 erschöpfend gegeben, die Quellen und Vorarbeiten, die er benutzt hat, sind p. 45—50 angeführt, diu Spuren der Erwähnung und Benutzung der Schriften I. Ch.’s in der jüdischen Litteratur sind p. 51—70 bis in’s XVI. Jahrh. nachgewiesen. Directe Benutzung ist jedoch, wie aus den beigebrachten Belegen hervorgeht, nur bis in’s XIII. Jahrh. nachweisbar. Der darauf folgende Excurs über I. Ch.’s Uebersetzung der Schriften Hajjüg’s (p. 71—91) behandelt zwar die Abweichungen vom arabischen Original und namentlich die Zusätze in der hebräischen Uebersetzung ausführlich, begnügt sich aber p. 73, Anm. B in Betreff der grammatisehen Terminologie I. Ch.’s auf ßacher’s aus dem Jahre 1882 stammende Arbeit und Pinsker’s noch ältere Zusammenstellung in Likkute Kadmoniot zu verweisen. Hier ־wäre es der Akribie des Verfassers, wenn sie auf’s Suchen sich verlegt hätte, nicht schwer geworden, Vieles zu finden, was zur Ergänzung und Berichtigung der beiden von ihm erwähnten Vorarbeiter gedient hätte. Die winzigen Fragmente der Schriften Ihn Cb.’s, Texte nebst ausführlichen erläuternden Anmerkungen umfassen 100 Druckseiten, p. 94—195; Zusätze und Berichtigungen, p. 196—199, bilden den Schluss. Im Einzelnen habe ich während des Lesens folgende kleine Bemerkungen notirt. כמד! שנים (p. 10, Anm. 1) kann ganz wohl auf einen Zeitraum von 70—80 Jahren sich beziehen. הגדול שבמדקדקים bei I. E. (angeführt p. 50, Z. 10, p. 55, Z. 12 und p. 190, Z. 9) muss nicht gerade ,,der grösste Grammatiker“ heissen, sondern bedeutet wohl nur ,,der Grosse unter den Grammatikern“. — Wenn I. Ch. der Erste ist, der zu Jes. 40,1 von der zweiten Hälfte des Buches Jesaia spricht, so hedeutet das im Grunde genommen gar wenig, und er kann damit noch keineswegs, wie P. p. 29, Z. 4 v. u. meint, als Vorläufer der modernen Bibelkrit'ik hingestellt werden. — I. Ch. bei I. E. zu Ex. 10,12 meint -wohl nicht, dass Gott dem Mose befohlen habe, ,,eine Heuschreckengestalt im Stahe zu machen“ (p. 37, Z. B v. u.), sondern eine Heuschrecke an seinen Stab zu thun und dann den Stab über das Land Egypten auszustrecken. — Wenn P. p. 38, Z. 9 meint, dass die Commentare I. Ch.’s wahrscheinlich meistentheils etwas knapp und daher unverständlich waren, so widerspricht dem gerade die Anmerkung 2 des Verfassers z. St., wo 1. E. zu Ps. 89,1 citirt wird: ורבני משה הכהן האריך בעכין וה י י י ולא יכולתי להבין דבריו, hiernach scheint eher die Ausführlichkeit I. Ch.’s an der Unverständlichkeit mancher seiner Erklärungen schuld zu sein. Der Hinweis auf diese Stelle kehrt übrigens hei P. noch viermal (!) wieder: p. 14, Anm. L, p. 26, Anm. 2, p. 57, Anm. 5 und p. 58, Anm. 1. Vergleiche auch I. E. zu Ps. 118, 7 mit Bezug auf die Erklärung I. Ch.’s: וזד. הפי׳ אדוך (angeführt bei P. p. 56, Anm. 1). — Für ״statt eines Infinitivs“ (p. 42, Z. 7 v. u.) muss es genauer heissen ״statt eines Infinitivs mit ל“. — Ausser den drei Erklärungen I. Ch/s, hei denen P. die Uebereinstimmung mit denen des Talmud nachgewiesen hat (p. 46, Note 2) ist noch als vierte die Erklärung zu Ps. 37, 3 anzuführen, wo I. Ch. übereinstimmend mit Pesikta zur Stelle (inPiska עשר תעשר) erklärt, was auch in den Anmerkungen p. 164 nachzutragen wäre. — Wenn P. zahlreiche Beispiele von Entlehnungen aus den Bibelcommentaren I. Ch.’s anführt, wobei der Urheber verschwiegen worden

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