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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-08-01 · Heft 11 (August 1896) · p. Seite 518

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 11 (August 1896)
Article
Geschichte und Annalen der Dyhernfurther Druckerei
Date
1896-08-01
Page
Seite 518 (sequence 4)
Language
German
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018 Geschickte und Annalen, der Dyhernfurther Druckerei. das jüdische Gesinde im Lande verstärket und also Ihren •Betrügereien und anderes gottloses Wesen desto besser zu exierciren ihnen gleichsam Thür und Thor eröffnet ־werden würde“, und weil endlich die Wahl einer kleinen Stadt zur Aufrichtung einer Buckdruckerei schon dadurch ausgeschlossen sein müsse, dass die vorschriftsmässige unentbehrliche Aufsicht über die Druckerzeugnisse in einem so entlegenen Orte nicht nachdrücklich genug ausgeübt werden könne. Eine Abschrift dieser Auseinandersetzungen erbat sich R. Schabtai bereits fünf Tage später1). Es wird ihm eine Kleinigkeit gewesen sein, die Bedenken des Breslauer Magistrats zu widerlegen. Nichts destoweniger rückten die Verhandlungen, über deren weiteren Verlauf wir im Einzelnen nicht unterrichtet sind, Jahre lang nicht vom Platze. Erst 1687 oder 1688 fiel die endgiltige Entscheidung zu seinen Gunsten. Daraufhin entschloss er sich, zuerst in dem Städtchen Au ras2), zwei Meilen unterhalb von Breslau an der Oder gelegen, seinen Wohnsitz zu nehmen, gab aber bald den Plan auf, als der neue Gutsherr von Dyhernfurth, Herr von Glaubitz, ihm die Nutzniessung des an seinen Grundbesitz haftenden Privilegs iiberliess und ihm dadurch eine sicherere Gewähr für das Gelingen des jungen Unternehmens darbot. Nunmehr ging R. Schabtai sofort rüstig an’s Werk. Die kleine Schaar von Setzern, Druckern und Arbeitern3 * 5), die mit ihm kam, vereinigte 1) Kgl. Staatsarchiv, a. a. 0. p. 367. 2) Wolf I p. 102. Hier hielt sich im Jahre 1700 auch sein Sohn Joseph auf. (Steinschneider, C. B. No. 63.) 3) In den Jahren, in denen er selbst (1689—1711) die Officin leitete arbeiteten (in chronologischer Reihenfolge) bei ihm: A. als Correctoreri: 1) Aharon h. Jaacob ha-Levi (s. über ihn S. 521) corrigierte 1689 das ,ם 2 .דברי דור) Jaacob b. Naftali Hirsch b. Jaacob Isserles, geb. in Wilna etwa 1645/6, verheirathet mit der Tochter des R. Avigdor aus Gross Glogau (st. 23. III. 1675, vgl. Wolf, IV, p. 1215), 1683—85 in Amsterdam u. 1691 bis 1693 in D. thätig (St. C. B. 8361, vgl. 8982. Vielleicht war der 1689 bis 1690 in Wilmersdorf arbeitende Jacob b. Zwi (Typ. 82) derselbe). 3) Salomo b. Zui לאקבשר [ä. h. aus LoJcaczeJ, Schwiegersohn des R. Aharon aus Graetz, 1700—1702 in D., 1703 in Berlin (St. C. B. 9152 Typ. 87. 89.) B. als Drucker und Presseuzieker: 4) Mose b. Zwi, der zu den aus Oesterreich Vertriebenen gehörte, und 1689 (דברי דוד) und 1691 (בית הלל, Th. II) druckte (wonach St. C. B. 8967 zu ergänzen ist). 5) Abieser (auch Abiesri) Selig &. Schelomoh Salman aus Venedig, 1692 bis 1696 in D., dann 1697—99. 1701. 5. 12. 24. 25. 29. 34 in Ernkf. a. 0. und 1705 u. 1709 in Berlin (St. B. C. 9253. 3066. Die Bibi, des jüdischtheol. Seminars besitzt ebenfalls — Nr. 4986 h — ein aus St. C. B. 860 und 848 zusammengesetztes Exemplar, dem leider das Titelblatt des Pent. fehlt. Dort zeichnet Abieser am Ende von ויקרא mit der Be״ merkung, dass er zum dritten Mal, am Pentat. mitarbeite). 6) Isaak

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