Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 11 (August 1896)
- Article
- Jüdische Alterthümer in Worms und Speyer
- Date
- 1896-08-01
- Page
- Seite 515 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829682-2829694-2880123--27343-2880169- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Geschichte und. Annalen der Dyhernfurther Druckerei, 515 Hof. Bad. Ein von einer Mauer umschlossener Hof umgiebt die Synagoge in nördlicher, ־westlicher und südlicher Eichtung. Durchschreiten wir ihn von Norden kommend, so bleibt die Frauen-Synagoge links, und rechts erhebt sich ein etwa 3 Meter hoher viereckiger Kaum, von einer Mauer umgeben. Ich konnte nicht lieraasbringen, wozu diese Anlage bestimmt war, und erfuhr bloss, dass vor etwa 40 Jahren in der Mitte derselben ein uralter Nussbaum gestanden hatte. Nahe an der Easchi-Kapelle bemerke31 wir einen Weg aus alter Zeit, der auf einem Unterbaue in zwei Richtungen verläuft. Er führt rechts zu dem erwähnten Viereck, links geht er zam Bade, welches südlich von der Synagoge gelegen ist. Das unterirdische Bad wurde erst in diesem Jahre aufgedeckt und ist noch nicht zugänglich. Soviel ich sehen konnte, ist es dem Speierer ״Judenbade‘1 sehr ähnlich. Ein Treppenhaus mit gewölbter Decke, Säulen und Nischen, führt in das tief liegende, ebenfalls um wölbte Bad (!מקול) hinunter. (Fortsetzung folgt.) Geschichte und Annalen der Dyhernfurther Druckerei. Von Dr. M. Brann« (Fortsetzung.) Beide Bücher verliessen 1680 in Amsterdam, wo R. Schabte! sich seit 1679 aufhielt, die Presse. Fünf volle Jahre1) lebte er in diesem ״kleinen Jerusalem*‘2) und empfing reiche Anregung und Belehrung aus dem vertrauten Umgang mit den angesehensten Mitgliedern der Gemeinde3). Hatte 0 וקמתי ועליתי אל המלום איבר בחרתי ,למרעה הואלאגדיא (!) ולעיר הגדולד, אמפטרראם רבתי ושם הייתי,אורח טוב רצופים תכופי* חבש שנים sagt er selbst ausdrücklich in dem gereimten Nachwort zum פ' בית שמואל, den! ersten (oder einem der ersten) in Dyhernfurtb gedruckten Buche. 2) Schudt, jüdische Merkwürdigkeiten I, 223. 3) Mose Raphael di Aguilar, Salomo de Oliveyra, Salomo b. Jeh. Leon Templo, Samuel Zarfati und Joseph Franco Serrano verkehrten freundschaftlich mit ihm. Wie hoch sie ihn schätzten, geht aus den Dichtungen hervor, mit denen sie seine litterarisehen Veröffentlichungen begleiteten. Besonders erfreut war der Buchdruckereibesitzer Joseph Athias, als es ihm gelungen war, R. Schabtai zu bewegen, die Correctur der damals im Erscheinen begriffenen Bibel-Uebersetzung Josel Witzen־ hausens zu übernehmen. ״Da habe ich mich משמה gewesen, (gefreut), “■ sagt er, ,,למוצא שלל רב (als hätte ich einen grossen Schatz gefunden), 33*