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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-05-01 · Heft 8 (Mai 1896) · p. Seite 381

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 8 (Mai 1896)
Article
[Rezension]
Date
1896-05-01
Page
Seite 381 (sequence 3)
Language
German
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Besprechungen. 381 Epitome Campiliensis ein im dreizehnten Jahrhundert veranstalteter Auszug aus dem Buche nach einer Handschrift des Cistercienserklosters zu Lilienfeld (S. 341—387). Daran schliessen sich: eine Tabelle, in der den einzelnen Paragraphen des Falaqueraschen Auszuges die entsprechende Seiten- und Linienzahl der Edition des Eons vitae gegenubeigesteilt wird, ein Index der im Fons vitae und ein Index der in den textkritischen Anmerkungen erwähnten Autoren, ein Index nominum, in dem die sprachlichen Eigenthiimlichkeifcen unserer Uebersetzung registrirt werden, und endlich ein Index rerum (S. 400—553) in einer Ausführlichkeit und Genauigkeit, die yon der Hingebung des Herausgebers ein bewundernsvverthes Zeugniss ablegt. Wir sprechen dem verehrten Herrn Herausgeber unseren wärmsten Dank für seine vorzügliche Leistung aus. Möge diese Musteredition dazu beitragen, das Interesse für die jüdische Religionsphilosophie auch im weiteren Kreise der auf dem Gebiete der mittelalterlichen Philosophie thätigen Forscher anzuregen und zu verstärken. Breslau. Br. J. Guttmann. Schulze Victor B. Prof., Archäologie der altchristlichen Kunst. Mit 120 Abbildungen. München C. H. Beck 1895. XI +• 382 pp. Lex.80־. Die treffliche Leistung des durch seine bekannten archäologischen und historischen Einzelforscliungen für diese grosse und zusammenfassende Aufgabe glänzend vorbereiteten Verfassers berührt sich mit dem Studienkreise, dem diese Monatsschrift gewidmet ist, so mannigfach, dass auch die Aufmerksamkeit unserer Leser darauf gerichtet werden soll. Das altjüdische Schriftthum ist auf die Realien hin, die es der Alterthumskunde liefern könnte, noch nicht genügend untersucht worden und daher auch von der allgemeinen Wissenschaft mehr als gebührlich vernachlässigt. Aber auch das Wenige, was von jüdischer Seite zur Aufhellung dieses Gebietes versucht worden ist, begegnet zum Schaden cler Forschung so völliger Nichtbeachtung, als wenn es gar nicht vorhanden wäre. Und doch wird auch hier nur völlige von Sachkenntnis unterstützte Vertiefung in die Nachrichten der jüdischen Litteratur selbst in manchen Grundfragen ein entscheidendes Wort mitzureden haben. So wenig wie der Evangelienforschung kann auch der altchristlichen Archäologie das alte rabbinische Schriitthum gleichgültig sein. Wie im Begräbnisswesen, so haben die ersten Christen sicher auch im Baue der Gotteshäuser, ihrer Ausstattung und in manchen Theilen des Eitus die Spuren ihres Ursprungs noch lange beibehalten. Eine sorgfältige, auf erschöpfender Betrachtung der verstreuten Quellen beruhende Darstellung des altjüdischen Begräbnisswesens würde unzweifelhaft der Katakombenforschung schon in Bezug auf die Bcleuchtung der Ursprünge zu Statten kommen. Für die von Sch. im Sinne seiner fiüheren Forschungen behandelte Frage nach der Ent* 8tehung der Basilika (p. 37 ff.), die er völlig aus dem antiken Wohnhause ableiten möchte, wäre auch die Betrachtung der ältesten palästinensisclien Synagogen von Bedeutung gewesen. Wohl ist es Sch. (p. 39, n. 1) nicht entgangen, dass die Inschrift von Phoeäa die Gründung einer S}Tnagoge durch Tatiou, die Tochter des Straton, als xöv oixov ml x&v i1ep1ßo)s׳.v toö Dftaiffpoü, also als Haus mit Atrium beschreibt, aber die ausgezeichnete Abhandlung, die Salomon Rein ach (Revue des etudes juives XIr, 236—43, vgl. auch Revue archeologique (1888 II, 225) dieser

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