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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-04-01 · Heft 7 (April 1896) · p. Seite 335

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 7 (April 1896)
Article
Wer wurde hgezaust? [Nachricht]
Date
1896-04-01
Page
Seite 335 (sequence 4)
Language
German
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Besprechung. 335 die Beiden Christi auf den Sündenbock. Diese Angaben sind wohl wenig geeignet, Licht über die fragliche Mischnastelle zu verbreiten. Aber Dr. Güdemann meint; ,)Jedenfalls weiss der Barnabasbrief nur von dem an dem Bocke verübten Muthwillen, und in diesem Punkte darf man ihm Glauben schenken.“ Ich meinerseits wüsste nicht, warum man Barnabas gerade in diesem Punkte Glauben schenken sollte. Dass Barnabas vom Bocke und nicht vom Manne spricht, ist sehr natürlich. Der Bock galt als Vorbild Christi, während die Misshandlung des Mannes ihm ganz gleichgültig war. A. Epstei״_ Besprechung, Brody H. Dr., Kuntras Ha־Pijatim nach der Machsor-Yitry- Handschrift. (Brit. Mus. Bdd. 27 200 u. 27 201.) Berlin 1894. 86 SS. [Unter den Schriften des Jahrgangs X der Mekize Nirdamim]. Luzzatto, dessen Emsigkeit wir die leider einzige Beschreibung des almanzischen Machsor-Vitry-Codex verdanken, erwähnt 111 seinen Arbeiten öfter eine Piut-Sammlung unter dem Namen Kuntras Ha-Pljutim, die in diesem Codex durch eine spätere Hand ihren Platz gefunden hat. Brody hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, diesen Kuntras Ha-Pijutim zu veröffentlichen, um dadurch die Hurwitz’sche M.-Y.-Ausgabe gewisser-!nassen zu ergänzen. Von den 107 Nummern der Sammlung sind bloss beiläufig 86 Nummern hier zum ersten Mal veröffentlicht, die übrigen waren zumeist schon bekannt, hauptsächlich durch Luzzatto's Tal-Orot und Briefe, theils durch Hurwitz, Dukes, Sachs und endlich durch verschiedene Machsorim. Der Mek.-Nerd.-Verein hat jedoch jedenfalls durch diese Herausgabe der jüdischen Litteratur einen grossen Dienst erwiesen, da die sonst zerstreuten Stücke dem Forscher dadurch Zuganglieber geworden sind und da unter den 36 neuen Nummern sich so manche Perle der synag. Poesie befindet. Brody begleitet die einzelnen Stücke mit Anmerkungen, die zumeist sich nur auf Varianten beschränken. Es wäre höchst wünschenswerth ■gewesen, wenn der Herausgeber auch den Sinn der zahlreichen dunklen Stellen durch Quellennachweise erklärt haben würde. Die correcte Ausgäbe der schweren Piutim ist im Grossen und Ganzen geglückt, wiewohl es darin auch zahlreiche kleinere VeTstösse giebt, die der Herausgeber leicht hätte vermeiden können; so z. B. ist in Nr. I Zeile 8 mit Hurwitz richtiger רטייה statt דטויה zu lesen, Zeile 2 השם statt השד. In Nr. XI Zeile 2 ist statt נשבה richtig נשב zu lesen. Da Brody sämmtlicbe Varianten registrirt, so hätte er bei Nr. 18, Zeile 5 statt קדשו פנייך■ nach Luzzatto’s Diwan הקשו אלכם anführen sollen, oder zu Zeile 11 statt רק לך ,לך לבד• In Nr. 37 Zeile 2 ist statt היקרים richtiger הם יקרים zu lesen, da die Zeile aus drei Wörtern besteht. In Zeile 9 heisst es in MP., dessen Varianten hier Brody mittheilt, statt קול ,פץ! statt ויאריך ומאריך, Zeile 12 statt להודות richtiger ־ .להבין Zeile 20 ergiebt bei Brodv keinen Sinn, sie muss mit MP. richtiger heissen •בל אשר יומו וחשבו. לא כמו חשב וידע In Nr. 48 Ende der vorletzten Strophe verbessert Brody falsch die Handschrift, da es in MP, richtig nach Micha 7, 7 heisst: ואני בד׳ אצפה

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