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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-03-01 · Heft 6 (März 1896) · p. Seite 275

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 6 (März 1896)
Article
Isachar Bär, gen. Berend Cohen, der Gründer der Klause in Hamburg, und seine Kinder
Date
1896-03-01
Page
Seite 275 (sequence 14)
Language
German
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Isachar Bär gen. Berend Cohen. 275 Y. Levin Salomon^s Klage gegen Isaac Seligm&nn Berend Colien Y0m 7. August 1785. Hochehrwürdiger, Hochgelahrter Hochzuehrender Herr Ober Rabbiner! Da es Buer Hochehrwürden gefällig gewesen ist, mir, als Ge vollmächtigster der zu Kopenhagen wohnenden Philip Joseph Cohen und Consorten, diejenige Supplik, zur Einbringung meiner Erklärung mitzutheilen, welche Isaac Seligmann Berend Saloinon, in Hamburg, unterm 9. November v. J., an Ihro Königl. Maiestät in Betref der Berend Salomonschen Testament- Sache, hat gelangen lassen; so verfehle ich nicht, die mir abverlangte Erklärung hiedurch Schuldigermassen einzureichen. Der Grund der von mir, Nahmens meiner Vollmachtgeber, wider den Supplikanten, Beym jüdischen Gerichte, zur Ent- Scheidung zu bringenden Klage, kann nicht besser eingesehen, und die Frage über die Kompetenz der Gerichtsbarkeit nicht richtiger beurtheilet werden, als durch Lesung des Testement selbst, von dem die Rede ist. Ich habe es daher für nöthig gehalten, eine deutsche Uebersetzung, die ich nach meiner Glaubwürdigen Abschrift des Testaments habe verfertigen lassen, hier mit No. 3 Bezeichnet, Beyznfügen. Die Hieher gehörige Stelle lautet so. ,,Mein Haus, welches ich anjetzo bewohne, benebst dem ״Hause, welches mein Sohn Seligmann anjetzo bewohnet, ״welche mich über 1000 Rthlr. Konrant gekostet, und wovon ״ich vordiesem habe müssen 1300 M. jährliche Miethe geben; ״diese zwey Häuser sollen immerwährende Häuser zum ״Behuf einer Klause destiniret seyn, so das von der jähr- ״liehen Miethe die Klause unterhalten werden soll. Diese ״Häuser sind mit 1000 Rthlr. beschwehrt, die ich dem ״Hofrath Graf schuldig hin. Ich befehle, das man diese 1000״ Rthlr. aus meinem Mitteln ausbezahlen, und in Stadt ״Erbe-Buch tilgen lassen soll. — Ferner legire ich 5000 Rthlr. ״auf Interesse, zum Behuf obengedachter Klause. ,,Billig sollten die Aeltesten diese 5000 Rthlr. auf Intresse ״übernehmen, weil solche zur allgemeine Wohlthat bestimmt ״sind; sollten aber die Aeltesten gegen meinen Willen solches ״refusiren, so soll mann gedachte 5000 r. auf des aller- ״beste belegen, oder Häuser dafür kaufen so dass von der ״Miethe die Klause unterhalten wird. Es sollte mir sehr ״angenehm seyn, wenn man es so einrichten könte, das stets 10״ Männer Lernen und Lehren, so das es eine immer 18*

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