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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-02-01 · Heft 5 (Februar 1896) · p. Seite 237

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 5 (Februar 1896)
Article
[Rezension]
Date
1896-02-01
Page
Seite 237 (sequence 7)
Language
German
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Besprechung. 237 Aber ich hin erfüllt mit Kraft, Mt Geist J’s und Hecht und Stärke, TJm zu verkünden Jacob seinen Frevel, Und Israel seine Sünde. III. C 01 um ne. Höret doch dies Häupter des Hauses Jacob, Und Fürsten von Israels Haus, Die verabscheuen das Hecht, Und alles Grade krümmen. Sie bauen Zion mit Blut, Und Jerusalem mit Frevel, Die Häupter richten um Bestechung, Und die Priester lehren um Lohn, Und die Propheten wahrsagen um Silber, Und stützen sich auf J. und sagen: Ist nicht J. in unserer Mitte? Nicht wird Unglück über uns kommen. Darum Euretwegen Wird Zion als Feld gepflügt, Und Jerusalem zum Trümmerhaufen werden, Und der Tempelberg zu Waldeshöhen. Es ist selbstverständlich, dass diese Proben nicht ausreichen, um über Annaiune oder Verwerfung der Müller’schen Theorieen entscheiden au können; dazu muss man die Originaltexte aus Bibel und Koran, welche den zweiten Band des Werkes ausmachen, genau studiren, mit den Uebersetzungen des Autors und mit der bisher üblichen Grundtextform und Version vergleichen u. z. von Wort zu Wort, von Zeile zu Zeile, von Strophe zu Strophe vergleichen; erst dann wird man sich ein gütiges Urtheil zn bilden vermögen. Die neu entdeckte Theorie ist für die Uebersetzung und Eichtigstellung der Texte, an denen von übereifrigen Kritikern soviel gesündigt worden ist, von grosser Wichtigkeit: es zeigt sich nämlich in vielen Fällen, dass von der Kritik ausgeschiedene Stücke unbedingt in den Zusammenhang gehören, weil sie in den Eahmen des angewandten Kunstgesetzes sich vollständig fügen; es sei denn, dass man bei dem Interpolator die meisterhafteste Handhabung dieser Kunstformen voraussetzt! Und das wird doch Niemandem einfallen können! Beispiele für diese Art Kritik liefert M. zahlreiche; so im 19ten Cap. Ezech. (Eebentrilogie), woselbst Cornill sich vergeblich bemüht, Zusammenhang herzustellen; im 21ten Cap. Ezech., wo M. sich auf eine scharfe Kritik Ewald’s, Hitzig’s, Wellhausen’s und CornilTs einlässt, die allerlei Textverbesserungen Vorschlägen, ohne zu einem Ziel zu kommen. So sehen wir denn mit wachsender Befriedigung die Thesen M.’s an Beispielen aller Art und aller Orten bestätigt, so dass wir den Schluss mit unterschreiben, dass. die gefundenen Grundgesetze einen gemeinschaftlichen semitischen Ursprung haben müssen und dass sie in ältesten Zeiten die religiöse Poesie beherrscht haben. Im V. Abschnitte des Werkes behandelt M. ״Die Wechselgesänge inden Chören der griechisehenTragödie und die altesteForm

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