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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-02-01 · Heft 5 (Februar 1896) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 5 (Februar 1896)
Article
Isachar Bär, gen. Berend Cohen, der Gründer der Klause in Hamburg, und seine Kinder
Date
1896-02-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Isachar Bär gen. Berend Cohen, der Gründer der Klause in Hamburg, und seine Kinder. Y011 Prof. Dr. David Kaufmann. In der Reihe berühmter Familien, die dem Hause Samson Wertheimer’s durch Verschwägerung nahe standen und Glanz verliehen, andererseits aber auch von dieser Sonne der Judenheit in deutschen Landen Licht empfingen, war der Name Berend Cohen’s in Hamburg bisher der dunkelste. Neben den Geschlechtern Lazarus Pösing und Emanuei Oppenheimer in Wien, Behrend Lehmann in Halberstadt, Gabriel Eskeles jin Nikolsburg, David Oppenheim in Prag und Löw Isaac Zurkan oder Kann in Frankfurt am Main]) schien die Hamburger Familie völlig in den Hintergrund zu treten, als müsste ihr kleines Licht neben dein Glanze solcher Namen verlöschen. Allein die Thatsache, dass Samson Wertheimer, nachdem er so seine Kinder der Reihe nach mit den stolzesten Namen seiner Tage in. verwandtschaftliche Verbindung gebracht hatte, für seine jüngste Tochter Hanna den Gatten ans dem Hause Behrend Cohen’s sich ersah, war an sich schon genügend, die Vermuthung zu sichern, dass fortgesetzte geschichtliche Forschung auch das Dunkel, das über diesem Namen schwebte, zu lichten und in seinem Träger einen Mann nachzuweisen im Stande sein w7erde, der würdig und gleichberechtigt als Endglied der glänzenden Kette sich anreiht. Und Berend Cohen war, wie die spät und nur allmählich zu Tage gekommenen Quellen heute erkennen lehren, in der That ein Ebenbürtiger des Kreises, in den ihn die Verbindung seines Sohnes Juda Seligmann, mit Hanna Wertheimer gebracht hatte, ein trefflicher durch eigene Kraft emporgetragener Mann, der hinter keinem seiner neuen Verwandten zurückzustehen brauchte und gleich ihnen es verdient, dass sein Andenken der Vergessenheit, der es anheimzufallen nahe war, entrissen und in lebensvolle gesehichtliche Beziehungen wieder eingefügt werde. Dank den Aufzeichnungen der Hamburgerin Glückei von Hameln1 2) können wir in das Herz Berend Cohens zu einer Zeit bereits einen Blick werfen, in der sein Name noch kaum 1) D. Kaufmann, Samson Werth eimer T8—98. 2) Ib. 258 n. 1.

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