Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1896)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 185 (sequence 1)
- Language
- German
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Besprechungen. 185 Besprechungen, Back, Samuel Dr., Rabbiner za Prag-Smichow, R. Meir h. Barack ans Rothenburg. Sein Leben und Wirken, seine Schicksale und Schriften. Gedenkschrift zur sechshundertsten Jahreswende seines Todes. Erster Band. Leben, Wirken und Schicksale. Frankfurt a. M. (J. Kaufmann) 1895. VII, 112 pp. 80. Es ist tkatsachlich eine ״Ehrenschuld״ der neueren jüdischen Litteratur, welche diese Schrift abtragen hilft. Die grösste Erscheinung unter den deutschen Juden des 13. Jahrhunderts, das Licht des Abendlandes, die holieitsvolle, vom Glanze des Martyriums umflossene Gestalt R. Meir b. Baruch’s, des deutschen Zeitgenossen und Gegenbildes des Spaniers R. Salomo Ibn Adret, hätte längst eine Einzeldarstellung nach den nicht eben spärlich fliessenden QuelLen dringend verdient. Und doch konnte mit einiger Aussicht auf Vollständigkeit der Versuch, ein Lebensbild dieser denkwürdigen Persönlichkeit zu entwerfen, nicht gewag*t werden, so lange ein grosser Theil der urkundlichen Zeugnisse ihres Wirkens In den Handschriften verborgen war. Es bat sich gut gefügt, dass das sechste Jahrhundert seit dem Tode R. Meir’s von Rothenburg sich nicht schloss, ohne dass wir sein Lebenswerk, die Summe seiner rabbinischen Entscheidungen und Gutachten, von einem Mei&ter und Beherrscher des halachischen Gebietes wie Prof. Mos es Bloch in Budapest an’s Licht gezogen und bearbeitet vorgelegt erhalten haben. Dieser neu gefundene biographische Stoff ist aber auch in Dr. S. Back einem Bearbeiter in die Hände gekommen, der sachliche Durchdringang seiner Quellen mit wissenschaftlicher Schulung und Methode verbindet. Denn ohne tiefere Erkenntniss der Materien, die in diesen Responsen behandelt werden, wird auch die Forschung und geschiehtliehe Betrachtung leer ausgehen oder Irrthümer zu Tage fördern. Mit der blossen Namensuche und Datenjagd ist es auf diesem dornigen und mit Hindernissen durchsetzten Gebiete nicht gethan. Wer das rabbinische (Die hier erwähnte Zusammenkunft in Lundenburg wie auch die in Ein&nowitz (s. חדשי גרשוגי s. 9) fehlen hei Wolf, wo auch noch andere Lücken sich zeigen). Daraus entnehmen wir zugleich, dass das Bisthum nicht blos die hiesigen, sondern auch die auswärtigen Synoden beachtete und sich von den recommandirten Abgesandten der Gemeind© über die 'Verhandlungen berichten liess und zu denen es sich zuweilen auch ablehnend verhielt. Zu Kremsier fand im Jahre 1681 eine Conferenz statt, auf der die Mittel berathen wurden, durch welche das während der Kriegszeiten und der in ihrem Gefolge aufgetretenen Pest vernachlässigte Studium der heiligen Schrift seinen alten Glanz wieder erlangen konnte, und heschlossen, dass jede Gemeinde einen Lehrmeister bestelle, oder höhere Schule erhalte, die sich nach der vom Landrabbiner festgesetzten Lehrordnung richten solle. Es zeigt sich hier, dass Mähren schon zu alter Zeit reges Interesse am Jugendunterricht nahm (Güdemann, Quellen- Schriften S. 203). Die auf dieser Synode gefassten 17 Beschlüsse wurden am 7. Elul 5441 vom L.-R. Arye Juda Lob bestätigt. Die auf der zweiten Synode (1694) festgesetzten 625 Verordnungen (כה תברכו) wurden an! 15. Schewat 5454 von den Landrabbinern David Oppenheim und Josef Jisachar Ber mit folgender Unterschrift bekräftigt: נאום דור הר!טן אופנייהם החונה כק־ק נ־ש והמדינה וחותם ביום הרך,ל פה קרעמויר ונאום יוסף יששכר בער החונה פה ק׳ק קרעמויר והמדינה.