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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 4 (Januar 1896) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 4 (Januar 1896)
Article
Aus dem Diwan des Abu Harun Moses Ibn Esra
Date
1896-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Aus dem Diwan des AbO Härün Moses Ibn Esra, Von Dr. H. Brody. - (Fortsetzung.) 4. An Abt Omar (Josef) Ibn Kamiiiäl1 2 3). אש^יחו אוריו ולא נפחו תוך מורקי ברד! והתלקחה2) איך עפרו דתם עדי התגודדו איך חלפו חכןם עדי נספחו3) ג) Unser Gedickt, das aus mehr denn einem Grunde, bemerkens־ werth ist, zerfällt in vier Theile, was zum Verständnisse des Ganzen hier hervorgehoben sei. Vers 1—24 enthält eine gelungene Schilderung des Weines und seiner vorzüglichen Wirkung auf den Menschen in allen Lagen des Lebens. Es kann meine Aufgabe hier nicht sein, im Einzelnen nachzuweisen, wie unser Dichter hier arabischen Vorbildern folgt, aber im Allgemeinen sei bemerkt, dass in dem vorliegenden Gedichte wie in keinem zweiten, 11ns ״andalusische Poesie in nichtandalusiscber Sprache“ geboten wird. Seine grosse Belesenheit in den Werken seiner nichthebräi«chen Dichterbrüder hätte Moses Ibn Esra nicht besser documentiren können, als es in unserem Gedichte geschieht. — Vers 25 (genauer: 29) bis 39 stimmt die ganze Natur ein grosses Hallelujah an, das alle, die es be^reif-m, in höln re Regionen versetzt, in die ״Welt der Seelen“. Vergl. מורה II cap. 6 11 8; Sim״n Daran מגן אבות p. 52 b: *ודהר השמים מספרים כבוד אל (תחליט י״ט ב׳) בי יש להם קול בגרביי כמו המוסיקא; so auch Jedaja ha-Penini, בחינות עולם Cap. 15: אלה הגופים ־ .הנוראים שמם בוראם עבדים מתמידים להתענג בספור כבודו מבלי שפח— Vers 40 bis 51 folgt der Ausdruck der Trauer über das Scheiden der Ereunde, deren Bild dem Dichter stets vor Augen schwebt. — Vers 52 bis Ende klagt Moses, dass die Welt ihn nicht verstehe und nicht verstehen könne und, selbstbewusst wie ein andalusiscber Dichter, scbliesst er sein Gedicht mit der Bemerkung, dass ״der Mond keinen Schaden erleide, wenn die Hunde ihn anbellen“ und mit der Hoffnung, dass es doch noch Männer gebe, die seiner Gedichte sich aufrichtig freuen. 2) Ein Eeuer, dessen Flammen lodern, obschon es nicht angefacht wurde; gemeint ist der Wein, ״Becher aus Hagel“, d. h. aus durchsichtigem Kry.'tall, das den Eis gleichsieht. So sagt auch MbE. au anderer Stelle (תרשיש p. 29) יץ כמו אודם בכרם שוהם או אש מלוקחה בתוך ברד; man vergl. hierzu Charisi Taclikemoni Pf. 27: הבום כלי שוהם ויינו יהפוך אותה לעין אודם ראדימיה. Jeh. ha-Levi, Diwan (ed. Brody) I No. 16 S. 22 heisst es: גחל בתוך מ־ם ולא יבבה. להב בידים ולא יכוה. Den Wein vergleicht Charisi mit Feuer in der Stelle Tachkernoni Pf, 49: (הוא (היין אש אבל יערב ולא יבער כאש ולא ישרוף ולא יעשן. — Je klarer das Wasser, desto (iurchsb-hriger ist das aus ihm entstandene Eis, und da das Wasser des Eufrat als klar galt, was Charisi 1. c. Pf. 27 bezeugt * ♦ . (זבים וצח־ם מנהר פרת שאבום). SO kann MbE., indem er das in unserem Ver*e enthaltene Bild vor Augen hat, sagen: בבום ממי פרת קופא ויין בו במו רצפה (Tarschiseh p, 36). 3) Eeuer und Wasser vertragen sieh hier, das widerspricht ihrer Natur.

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