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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 4 (Januar 1896) · p. Seite 163

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 4 (Januar 1896)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1896-01-01
Page
Seite 163 (sequence 19)
Language
German
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Das Fragmenten-Targum zum Peafcateucli. 163 דילמא לית עובדיהון בישיא גלן קדמוי ואין בעו למיעבד תת ובא הא אינון יהבין בדלא ידטתינון. Der erste Tkeii bis קדמוי fasst die drei Worte des Textes als einen Satz: ״oder meinen sie, ich sollte es nicht wissen?“ Das Folgende trennt ואם als einen elliptischen Bedingungssatz von לא אדעה als Nachsatz ״wenn aber (sie Basse thun), dann will ich (ihre Sünden) nicht Fennen“. Die letztere Auffassung gehört dem Onkelos an, der diese Stelle durch ואם תייבין לא אתפרע wiedergiebt. Dass diese Uebersetzung dem Onkelos entnommen ist, geht namentlich aus Jonathan hervor, der sich hier im Ganzen Onkelos anschliesst. Jonathan sucht nämlich die prägnante Uebersetzung des Onkelos zu erläutern und erweitert dieselbe dahin ואם עבדין תתובא הלא הינון קדמי זכאין כמאדלא י דע יה ולא אתפרע. Ob nun auch jene erste Uebersetzung aus dem Jeruschalmi herrührt, oder nur dem Fragm.-Targ. angehört, so steht doch jedenfalls die Benutzung־ des Onkelos für die zweite Uebersetzung, welche beide paläst. Versionen aufweisen, ausser allem Zweifel1). Fassen wir nun das Ergebniss dieser Untersuchung zusammen, so folgt aus ihr zweierlei. Einmal bestätigt sie das, was wir bereits oben (S. 61) über das Verhältniss des Fragm.-Targ. zu Jeruschalmi ausgesprochen, dass nämlich die Fragmente keineswegs überall als wortgetreue Auszüge aus Jeruschalmi anzusehen seien, ״dass auch sie mancherlei Abweichungen von ihrer Quelle darbieten und hie und da auch von Inconsequenzen nicht ganz frei sind.“ Es folgt aber zweitens daraus, dass nicht nur das Fragm.-Targ., sondern ebenso auch das Jeruschalmi die Version des Onkelos bereits gekannt und benutzt hat, (Fortsetzung folgt.) L) Als Beispiel für Doppelübersetzungen bei Jonathan ist besonders bemerkenswert!! G-. 3, 8, wo מתהלך בגן לרוח חיום durch מטייל בגיכוניתא למנח יומא מטייל בגיגתא לתוקפא דיומא wiedergegeben ist, die erste Uebersetzung gehört Onk., die zweite zweifellos Jerusch, an; m. vgl. auch Ex. 32, 4 וצר יתיה בשושיפא ורמא יתיר, בטופסא, die erste gehört Onk., die zweite bestimmt Jerusch, an (vgl. Ar. 4 טפם).

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