Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1895)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1895-12-01
- Page
- Seite 137 (sequence 4)
- Language
- German
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Besprechungen. 137 es noch (Ephr. syr.): Gott wird das Meer scheiten, und es wird vertrocknen“. Natürlich ist hier nichts als ein musiviseher Anklang an Nach. I, 4: גוער בים ויבשהו zu erkennen, keineswegs aber eine Spur davon, ״dass die alte Schlange, die am Ende sich empört, ursprünglich das üngeheuer des Meeres, das gegen den Schöpfergott streitet, gewesen ist.“ Zum Schlüsse mögen einige Druckfehler verbessert werden. Aus תהרם קדמניה p. 7. n. 1 ist Gunkel’s Deutung der Bestie mit den drei Sechsern aus der Apokalypse auf das ״TJrungeheuer“ nicht zu erkennen. Die Worte müssen, wenn sie den Zahlenwerth von 666 ergeben sollen, תהום קדמוניה lauten; die alte Lösung von כדון קפד, dem Nero redivivus, wird von dieser neuesten Ungeheuerlichkeit freilich, auch wenn sie correct gedruckt ist, nicht verdrängt werden. P. 14, Z. 9 v. u., 1. Auf־ Schlüsse, 147, Z. 11 Zusammenhang, 163, Z. 6 v. u. Charakteristischer st. Charakterisier; 181, Z. 5 v. u. Aboda sarah st. sahrah. Die entstellende Schreibung Abarbenel für Isak Abravanel stammt aus Wünsche. Möge die Darstellung der Eschatologie der Kirche, mit der B. beschäftigt ist, nicht allzu lange auf sich warten lassen, möge aber auch die Lehre des Judenthums von den letzten Dingen bald einen berufenen Darsteller finden! Es ist Zeit, das3 auch die jüdische Wissenschaft der Litteratur der Apokalypsen, Testamente und Ascensionen sich zu wende; auch die Deutung der Johannesapokalypse hat von jüdischen Quellen, am besten in einem zusammenhängenden Commentar, noch manche Aufklärung zu erwarten. מדרש משלי, Sammlung aggadiscker Auslegungen] der Sprüche Salomonis. Herausgegeben . . . von Salomon Buber. Wilna, Komm, 1S93. Gr. 80. 112 SS. (Schiass.) 5) Namen der Tanna'im und Amoraim, welche in der Venetianer und mit einer einzigen Ausnahme in allen folgenden Ausgg. in Wegfall gekommen sind (S. 18—20). Mit grossem Eleisse sind alle Stellen zusammengetragen, wo a) der Name des Autors ausgelassen ist, während der Ausspruch selber namenlos angeführt wird, b) ganze Stellen der Kürzung zulieb fortgefallen sind, in Folge dessen natürlich die Namen ihrer Urheber fehlen. 6) Welche früheren Autoren den Midrasch angeführt haben (S. 20 bis 28). Auch dieses Capitel zeugt von ausserordentlicher Sachkenntniss und Belesenheit. 7) Beschreibung der drei Handschriften, die dem Herausgeber vorlagen (S. 28 f.). Ausserdem werden noch drei andere Hss. genannt, welche nicht benutzt worden sind: Parma cod. 1240, Kom 92 u. 76. 8) Sammtliche Ausgg. des Midrasch Mischle (S. 29—31). 9) Verzeichniss der vom Jalkut diesem Midrasch entlehnten Stellen mit Anmerkungen (S. 32—34). 10) Verzeichnis der Stellen, welche sich in den drei zu Grunde gelegten Hss. und in der Constantinopeler Ausg. befinden, dagegen in den folgenden Agg. fehlen (S. 35 f.). Lehrt schon das letzte Verzeichniss, wie dankenswerth die Gabe ist, welche uns in der neuen Ausg. gereicht ־wurde, so wird sie sicher noch willkommener durch die Anordnung, die dem Herausgeber zu verdanken ist. In seiner gewohnten Weise hat er mit Liebe und Hingebung an dem Werke gearbeitet, das in jeder Zeile Spuren von immensem Eleisse auf weist. An Stelle des alten Wirrwarrs, welcher das Auffinden sehr erschwerte, ist Uebersichtliehkeit mit genauer Angabe der einzelnen