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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-12-01 · Heft 3 (Dezember 1895) · p. Seite 127

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 3 (Dezember 1895)
Article
Die Grabsteine R. Meir's von Rothenburg und Alexander Wimpfen's in Worms
Date
1895-12-01
Page
Seite 127 (sequence 2)
Language
German
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Grabsteine K. Me'ir’s von Rothenburg u, Alex. Wimpfen/s. 127 brachte, hat sich so tief in das Gedächtniss der Nachwelt eingegraben, dass die Kunde davon aus den Sagenbüchern und Chroniken nicht mehr verschwand. R. Salomo Lurja, Gedalja Ihn Jachja und R. Jechiel Heilprin haben Quellen über jene Ereignisse besessen, die noch nicht alle wieder aufgefunden, sind. Aber auch die Gräber dieser von ewigem Nachruhm umflossenen Heroen auf dem altehrwürdigen Gottesacker von Worms haben die Pflege der Anwohner und die Aufmerksamkeit der Pilger zu gemessen nicht aufgehört. Schon R. Jair Chajjim Bacharach hat in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhuuderts die Epitaphien dieser Gräber der Entzifferung und Eintragung in seine von geschichtlichem Sinne und liebevoller Erforschung der Vergangenheit zeugenden, leider aber untergegangenen Sammlungen für wertli und bedürftig erachtet1). Mehr als hundert Jahre später sehen wir R. Ahron Worms zu diesen geheiligten Stätten pilgern2). Er fand die Steine bereits verwittert und die Inschriften bis zur Unleserlichkeit verwischt. Als L. Lewysohn vor nunmehr vier Jahrzehnten an die Herausgabe dieser Epitaphien herantrat, hatte er besonders in dem zweiten bereits von ״bedeutend verwitterten Stellen“ zu berichten8). Man muss es der verständig geleiteten Renovirung der Steine Dank wissen, dass nur die mit aller Gewissheit erkannten Worte nachgravirt wurden, die unleserlieh scheinenden aber ,,vom Meissei unberührt“ blieben. Das setzt uns heute noch in den Stand, die Stellen, an denen man vor nahezu einem halben Jahrhundert bereits verzweifeln zu müssen glaubte, mit voller Gewissheit wieder herzu stellen. Denn was auf den Gräbern in situ unmöglich ist, [das Licht um alle Reste und Spuren einstiger Schrift spielen zu lassen, das leisten die Abklatsche der Inschriften, die ich der Ereundschaft des Herrn Julius Goldschmidt in Worms verdanke. Mit tastendem Auge und lesendem Finger bin ich den leisesten Eindrücken des treuen Nachbildes nachgegangen, das sich wie ein geduldiger, unermüdlicher Zeuge verhören lässt. Die geschichtliche Bedeutung dieser Denkmäler rechtfertigt es genügend, wenn ich zur Hinwegräumung und enclgiltigen Ausfüllmig der ärgerlichen, die Neugier des Geschichtsforschers und den vermuthungslüsternen Scharfsinn gleich sehr herausfordernden Lücken das Ergebniss der erneuten Entzifferung hier folgen lasse: 1) Kaufmann, R. Jair Chajjim Bacharach 104 n. 8, 1.81. 2) Back, R. Meir b. B&rucfa. 90. .41 נפשרח צדיירךם (3

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